Zu Unrecht Geld von Arbeitsagentur kassiert

Bewährung für falsche Vermittler

Bad Hersfeld. Zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten auf Bewährung ist gestern eine 55 Jahre alte Arbeitsvermittlerin aus der Nähe von Ilmenau verurteilt worden, die auch in Bad Hersfeld ein Büro führte. Die Frau musste sich wegen Betrugs vor dem Schöffengericht in Bad Hersfeld verantworten. Ebenso wie die zwei Mitangeklagten, der Geschäftsstellenleiter und der Disponent eines Bad Hersfelder Personaldienstleisters (HZ berichtete bereits). Diese wurden wegen Beihilfe zum gewerbsmäßigen Betrug zu sechs und drei Monaten auf Bewährung verurteilt.

Die Urteile sind allerdings noch nicht rechtskräftig, wie Dr. Rolf Schwarz als Pressesprecher des Amtsgerichts mitteilte.

Zwölf weitere Zeugen

Den drei Angeklagten war vorgeworfen worden, von 2009 bis 2011 in insgesamt 17 Fällen Vermittlungsgutscheine bei mehreren Agenturen für Arbeit unrechtmäßig eingefordert und dafür Geld kassiert zu haben.

Während des ersten Verhandlungstags am 17. April hatten bereits sieben Zeugen ausgesagt, darunter auch zwei Mitarbeiter der Agentur für Arbeit in Bad Hersfeld; gestern waren es noch einmal zwölf. Entsprechend lange hatte das Gericht unter Leitung von Richter Michael Krusche zu tun. (rey/nm)

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