Stadt, Schausteller und Polizei ziehen positive Abschlussbilanz

450 000 Besucher bei „tollem“ Lullusfest

Bad Hersfeld. Mit der traditionellen Freiverlosung ist gestern Abend das Lullusfest in Bad Hersfeld zu Ende gegangen. Stadt, Polizei und Schausteller zogen eine positive Bilanz des Volksfestes. Trotz des durchwachsenen Wetters lockte das Lullusfest rund 450 000 Besucher in die Festspielstadt. „Mit dem Ergebnis sind wir sehr zufrieden. Größtenteils liegen die Umsätze sogar über dem Niveau des Vorjahres“, berichtet Lullusfest-Mitorganisatorin Julia Scholz.

Das bestätigt auch der Sprecher der Schausteller Heiner Distel. „Wir sind wirtschaftlich sehr zufrieden, Umsätze und Besucherzahlen haben wieder gestimmt.“ Natürlich hätten die Schausteller auch die politischen Diskussionen in der Stadt verfolgt, wollten sich aber nicht in die Personal-Debatte einmischen. Gleichwohl zeigte sich Distel erfreut darüber, dass der langjährige Organisator des Lullusfest, „Mr. Lolls“ Wilfried Roßbach, weiter dafür zuständig ist. „Ungewissheit ist nicht gut für uns“, sagte Distel.

Distel lobte zugleich den „sehr friedlich Verlauf“ des Lullusfests. Seinen Auto-Skooter – seit jeher Treffpunkt vieler jugendlicher Besucher – bezeichnete er dafür als „Gradmesser“. So habe er beobachten können, dass der Alkoholkonsum in diesem Jahr nicht so exzessiv wie sonst war.

Das bestätigt auch Polizeioberkommissar Ralf Sandrock, der stellvertretende Leiter der mobilen Polizeiwache am Markt. „Das gesamte Fest ist erstaunlich ruhig verlaufen, es gab kaum Koma-Saufen und nur wenige Schlägereien.“ Er führt dies auch auf die deutliche Polizei-Präsenz auf dem Festplatz zurück. Die Beamten seien dabei von Bereitschaftspolizei und von Zivilstreifen unterstützt worden.

Seine Feuerprobe als neuer Feuermeister hat Klaus Otto bestanden, der viel Lob für seine Rede vor dem Löschen des Lullusfeuers erhalten hat. „Es war eine tolle Woche, meine Frau und ich möchten keinen Tag missen“, sagte Otto.

ZUM TAGE, SEITE 8

Von Kai A. Struthoff

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