Bestnote für neues Schulgebäude

Große Aula: Platz für 300 Personen ist in der lichtdurchfluteten neuen Aula des Beruflichen Gymnasiums. An der Aula ist auch die Stadt Bebra beteiligt, die 150 000 Euro beigesteuert hat. Unser Foto zeigt Schüler des BGs. Foto: Schankweiler-Ziermann

Bebra. Das Berufliche Gymnasium (BG) in Bebra geht ins dritte Jahr: Der erste Jahrgang macht am Ende dieses Schuljahrs Abitur. Mit den Klassen 11 bis 13 und 210 Schülern ist die Schule jetzt komplett. Und verfügt nun auch über ein nagelneues Gebäude, für das es gestern bei der Einweihung viel Lob gab. Grün ist die bestimmende Farbe, die sich im Logo, in den schiefen Stützen an der Straßenseite und in den Räumen sowie der Aula wiederfindet.

300 Schüler und viele Gäste füllten zur Einweihung des BGs die helle Aula, die von zwei Seiten Tageslicht bekommt. Schulleiter Wolfgang Haas sprach von einem Leuchtturm, einem Aushängeschild für den Kreis und die Stadt. Kurz vor Weihnachten 2008 hatte Haas vom damals ganz neuen Konjunkturprogramm gehört, sogleich eine Chance für ein neues BG-Gebäude erkannt. Er war einer der ersten, die beim Kreis anklopften, und schlug einen repräsentativen Bau für die neue Schulform vor. Um eine große Aula bauen zu können, holte Haas die Stadt Bebra mit ins Boot.

Stolz sei er als Bauherr auf das wunderbare Gebäude, sagte Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt. Der neue Bildungsgang sei eine weitsichtige Entscheidung gewesen. Der Landrat bezeichnete Haas als Motor des BGs. Bürgermeister Horst Groß toppte das Lob für das neue Gebäude noch und sprach von einem Fixstern am Firmament der Schullandschaft des Kreises. Die 150 000 Euro Beteiligung der Stadt Bebra seien gut angelegt.

Anita Hofmann, Leiterin des Staatlichen Schulamts, schloss sich dem etwas gemäßigter an. Die Beruflichen Schulen Bebra seien ein Kompetenzzentrum in der Region, das BG ein weiteres Puzzleteilchen.

Für das markante Gebäude zeichnet das Architekturbüro Frank Dorbritz verantwortlich. Dorbritz erläuterte die Intention, sprach von Ästhetik und Qualität der Form. So wird die Aula von zwei Seiten von Licht durchflutet, auch die Klassenräume sind hell und funktional. Kein langer Schulflur verbindet sie, sondern ein heller Flur in Form eines Dreiecks. Die grünen schiefen Stützen (kleines Foto) seien auch Symbol, dass nicht immer alles kerzengerade laufen müsse. Er hoffe, sagte Dorbritz, „wir bekommen eine halbwegs gute Note“, und überreichte einen Scheck über 2000 Euro für die Ausstattung.

Viele Gäste nutzten die Möglichkeit, das Gebäude zu besichtigen, und nahmen auch die Gelegenheit wahr, den ebenfalls frisch sanierten kaufmännischen Trakt mit den Fachräumen und der Übungsfirma anzusehen.

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