Chor und Blechbläser unter Leitung von Ulli Meiß verzauberten Publikum in Stiftsruine

Das Beste vom Besten

„Ein Vogel wollte Hochzeit machen“ präsentierte der Chor in einer spannenden Version mit Doo-Wop-Einwürfen und Martin Gellert (vorne am Mikrofon), der mal eben einen Kontrabass imitierte. Fotos: Ludger Konopka

Bad Hersfeld. Das Beste für die Besten, so bezeichnete Ulli Meiß am vergangenen Wochenende in seinen Eröffnungsworten das Programm der beiden Abschlusskonzerte der 63. Bad Hersfelder Festspiele in diesem Jahr. Für das Programm hatten die Fans des Chores im Vorfeld Wünsche aus dem Repertoire des Chors der Modell- und Gesamschule Obersberg und des Blechbläser-Ensemble der Modell- und Gesamtschule Obersberg und der Konrad-Duden-Schule abgeben dürfen. Herausgekommen war eine bunte Mischung aus traditionellen Volksliedern, Popsongs, Musicalmelodien und vielem mehr. Gespickt war das Wunschprogramm zudem mit einigen neuen Stücken.

Mitten aus dem Publikum

In der restlos ausverkauften Stiftsruine unterhielten die beiden Ensembles mit einem kurzweiligen und anspruchsvollen Programm. Mitten aus dem Publikum heraus, auf einzelnen Sitzen verteilt, überraschten die Sängerinnen und Sänger des Chores zum Auftakt mit einer spannenden Interpretation des „Hallelujah“. Es folgte ihr Einzug auf die Bühne mit „Conquest of Paradise“. Unterstützt wurde der saubere und gut durchmischte Chorklang dabei durch die Blechbläser.

Das erste Viertel des Programms wurde überwiegend durch den Chor gestaltet. Neben „Wie lieblich schallt durch Busch und Wald“, bei welchem Ulli Meiß einen kleinen Echochor hinter die Säulen der Hauptbühne platziert hatte, präsentierten die Sängerinnen und Sänger mit viel Freude und tollen stimmlichen Leistungen einige Volkslieder. Darunter „Wenn ich ein Vöglein wär“ mit den Solistinnen Sophia Götz und Theresa Pfalzgraf.

Bei „Es klappert die Mühle am rauschenden Bach“ bezogen Ulli Meiß und der Chor das Publikum mit ein und ermunterten sie, das Klappern der Mühle durch Klatschen zu imitieren.

Die Blechbläser eröffneten den zweiten Programmteil mit dem „Second Waltz“ und überzeugten vor allem mit dem Stück „The Typewriter“ bei dem Percussionist Matthias Riedl sein Können und sein komödiantisches Talent an einer alten Schreibmaschine zeigte.

Das Stück hatte sich HZ-Geschäftsführer Markus Pfromm zum 250-jährigen Jubiläum der Zeitung gewünscht. Er überreichte Ulli Meiß zudem eine Unterstützung für die Arbeit der beiden Ensembles.

Wassermusik und Fellmützen

Klänge aus „Dr. Shiwago“ präsentierte das Blechbläserensemble ebenfalls mit viel Humor und nicht geringerem Können. Mit Fellmützen bekleidet und mangels der eigentlich erforderlichen Balalaikas spielten Solotrompeter Björn Diehl und Dirk von Sierakowsky sogar unter Wasser und erzeugten dabei blubbernde Klänge, die dem Publikum viele Lacher entlockten.

Von Sabrina Teufel

Abschlusskonzerte der 63. Bad Hersfelder Festspiele in der Stiftsruine

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