Besitz von Kinderporno-Bildern: Rotenburger Lehrer legt Berufung gegen Urteil ein

Rotenburg. Der Prozess gegen den Rotenburger Lehrer, den das Amtsgericht Rotenburg wegen Besitz-Verschaffung kinderpornografischer Bilder zu einer Geldstrafe verurteilt hat, wird vor dem Landgericht Fulda neu aufgerollt.

Der Anwalt des Lehrers, Sven Schoeller aus Kassel, hat Berufung gegen das Urteil eingelegt. Das teilte er auf Anfrage unserer Zeitung mit. Das Amtsgericht hatte den Lehrer zu einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je 50 Euro verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der 61-Jährige Bilder, die den sexuellen Missbrauch von Kindern zeigen, aus dem Internet auf seinen Computer und seinen Laptop heruntergeladen hat.

Nach Einschätzung der Richterin Stefanie Froitzheim zeigen vier von zehn Bildern, um die es in der Verhandlung ging, definitiv den sexuellen Missbrauch. Auf einem Bild werde sogar ein sehr schwerer Missbrauch gezeigt, hatte sie gesagt. Der Anwalt des Lehrers hatte dies im Prozess bestritten und einen Freispruch für seinen Mandanten gefordert.

Auch Freispruch umstritten

In einem zweiten Anklagepunkt „Nötigung einer Schülerin“ war der Rotenburger Lehrer vom Amtsgericht freigesprochen worden. Gegen dieses Urteil legte die Staatsanwaltschaft Fulda Berufung ein. Das teilte Richterin Stefanie Froitzheim vom Rotenburger Amtsgericht mit. (dup)

Kommentare