Die Folk-Sängerin Helene Blum gastierte mit ihrer Band im Bad Hersfelder Buchcafé

Besinnliches aus Dänemark

Helene Blum (Bildmitte) ist die Lichtgestalt der modernen dänischen Folklore. Die 29-jährige Sängerin und Geigerin verzückte das Bad Hersfelder Buchcafé-Publikum. Foto: Rödiger

Bad Hersfeld. Das Markenzeichen der jungen dänischen Folk-Sängerin Helene Blum ist zweifellos ihre strahlend-helle Gesangsstimme, aber dies ist nicht das einzig musikalisch Herausragende. Neben der bezaubernden Dänin stehen drei exzellente Musikerinnen und Musiker, die gemeinsam mit Blum etwa 120 Auftritte pro Jahr absolvieren.

Dies schlägt sich hörbar im perfekten Zusammenspiel der vier talentierten Skandinavier nieder, und wenn Helene Blum nicht gerade in höchsten Tonhöhen singt, spielt das Multitalent auch noch die zweite Geige in dem perfekten Arrangement aus Geigen, Cello, Gitarre und Gesang.

Bei ihrem erst zweiten Konzert in Bad Hersfeld freute sich Helene Blum besonders darüber, dass trotz des fast sommerlichen Abendwetters erneut so viele interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer den Weg ins Buchcafé gefunden hatten wie beim ersten Auftritt vor fünf Jahren.

Die Kompositionen des Quartetts sind zwar an alte traditionelle Tänze und Weisen aus Dänemark angelehnt, aber sie klingen deutlich frischer und moderner. Dies ist nicht weiter verwunderlich, sind doch die meisten Lieder und Tänze des Quartetts komplette Neukompositionen, die gegenüber den traditionellen Originalen aus dem späten Mittelalter und den nachfolgenden Jahrhunderten nicht nur auf den damals üblichen Kirchenmusikharmonien basieren, sondern hier kommen auch populärere Harmonien und Tonleitern aus der Neuzeit zum Tragen.

Gesanglich bleiben Helene Blum und ihre Begleiter ihrer dänischen Heimat treu. Blum gab sich allerdings größte Mühe, auf Deutsch und Englisch ihre Songinhalte für das nicht im Dänischen bewanderte Bad Hersfelder Publikum inhaltlich kurz und verständlich zusammenzufassen.

Ihre Songs sind sehr romantisch und abwechslungsreich. In einem der Lieder erzählte Blum etwa von den alten Tagebucheinträgen einer ihrer direkten Vorfahren aus eben den jungen Jahren, in denen sich die 29-jährige Künstlerin zur Zeit selbst befindet.

Neben vielen Eigenkompositionen erklangen aber auch Interpretationen von klassischen dänischen Balladen und Volksweisen, die ebenso den Geschmack der Zuhörer trafen wie die modernen Folkloremelodien.

Das Publikum spendete aus- und andauernd Applaus und bekam von dem dänischen Quartett gerne eine das Konzert verlängernde Zugabe.

Von Werner Rödiger

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