Vokalensemble „TonArt“ gestaltete Adventskonzert mit Gästen am Obersberg

Von besinnlich bis heiter

Starke Stimme: Melanie Eckhardt überzeugte beim Adventskonzert als Solistin.

Bad Hersfeld. „I´m dreaming of a white Christmas“ – mit einem der wohl bekanntesten Weihnachtslieder begann das Adventskonzert des Chorvereins mit dem Festspiel-Vokalensemble „TonArt“ im Audimax der Bad Hersfelder Obersbergschulen. „Eigentlich ist dies ja ein eher trauriges Lied; der Sänger sitzt unter Palmen am Strand und träumt von weißen Weihnachtstagen im Schnee“, erklärte Helgo Hahn in seiner Moderation und schwärmte vom Adventskonzert vor zwei Jahren, als am Obersberg fast ein halber Meter Schnee lag.

Die Ensemblemitglieder und Chorleiter Helgo Hahn hatten ein abwechslungsreiches Programm aus internationalen und deutschen Weihnachtsliedern zusammengestellt. So gab es unter anderem „Petit Papa Noel“ aus Frankreich oder „Christmas Lullaby“ des englischen Komponisten John Rutter zu hören.

Besonderen Beifall gab es für ein Melodien-Medley aus dem Disney-Film „Die Eiskönigin“, bei dem die TonArt-Sängerinnen auch ihr Talent als Solistinnen unter Beweis stellen konnten.

Natürlich durften auch so beliebte Klassiker wie „Maria durch ein Dornwald ging“, „Tochter Zion, freue dich“ oder „Es ist ein Ros entsprungen“ nicht fehlen. Helgo Hahn führte in bewährter Art und Weise mit kleinen Anekdoten und Hintergrundgeschichten zu den einzelnen Stücken durchs Programm.

Klein, aber fein

Als musikalische Gäste begeisterten die Mitglieder des Asbacher Posaunenchors, die – so ihr Leiter Carsten Kobsch – „in kleiner, aber sehr feiner“ Besetzung auftraten. Mit dem „kleinen Trompeter“ oder dem „Little Drummer Boy“ spielten auch sie sich schnell in die Herzen der Zuschauer.

Zwischendurch trugen die nicht nur durch diverse Auftritte bei den Hersfelder Festspielen bekannten Schauspieler Edda Pastor und Patrik Fichte Besinnliches und Heiteres zur Weihnachtszeit vor. Während Edda Pastor ein betroffen machendes Kapitel aus Brechts Kinderkreuzzug vorlas, hatte sich Patrik Fichte für eine zum Schmunzeln anregende Geschichte von Karl-Heinrich Waggerl über einen störrischen Esel, der die Heilige Familie begleitete, entschieden.

Mit Leonhard Cohens „Halleluja“ wurden die zahlreich erschienenen Zuschauer schließlich in den ersten Adventsabend verabschiedet.

Als Dankeschön verteilte der Vorsitzende des Chorvereins, Hans Jürgen Dietz, noch ein – wie er selbst sagte – „edles Gesöff“ an Edda Pastor, Patrik Fichte und Helgo Hahn. Mit dem „edlen Gesöff“ war natürlich der seit diesem Jahr erhältliche Festspiel-Champagner gemeint, mit dem die Bad Hersfeld Festspiele unterstützt werden sollen.

Wer noch ein exklusives Weihnachtsgeschenk sucht: Der Festspielchampagner ist ab sofort bei Carl Grebe am Linggplatz erhältlich.

Von Thomas Landsiedel

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