Umjubelte Operettengala des Chorvereins mit dem Frankfurter Johann-Strauß-Orchester

Beschwingt ins neue Jahr

Unter dem Motto „Heiter weiter!“ präsentierte das Johann-Strauß-Orchester Frankfurt unvergessliche Melodien aus Operettenfilmen und Tonfilmoperetten beim Neujahrskonzert des Chorvereins Bad Hersfeld. Fotos: Landsiedel

Bad Hersfeld. In die beschwingte Welt der Operette entführten die Musiker des Frankfurter Johann-Strauß-Orchesters das Publikum in der ausverkauften Bad Hersfelder Stadthalle. Unter dem Motto „Heiter weiter!“ erkalngen unvergessliche Melodien aus Operettenfilmen und Tonfilmoperetten.

Mit der Ouvertüre aus „Leichte Kavallerie“ von Franz von Suppé eröffnete das Orchester den Abend, bevor der Tenor Hubert Schmid mit Franz Lehár´s „Gern hab´ ich die Frau´n geküsst“ bei den junggebliebenen Herren unter den Zuschauern sicherlich die eine oder andere Erinnerung weckte.

Beliebte Evergreens

Weiter ging es mit beliebten Evergreens aus Lehár´s „Zarewitsch“ und „Der Graf von Luxemburg“ sowie dem „Vogelhändler“ von Carl Zeller. Hinreißend und anrührend das Duett „Schenkt man sich Rosen in Tirol“ mit Frédérique Friess und Hubert Schmid.

Bereits zum 15. Mal überbrachte der Chorverein Bad Hersfeld mit seiner Operetten-Gala musikalische Neujahrsgrüße. Charmant führte HR-Moderator Dieter Voss als Conférencier mit kleinen Anekdoten und Hintergrundgeschichten durchs Programm. Die musikalische Leitung hatte Stefan Ottersbach, Chefdirigent der Frankfurter Sinfoniker, der kurzfristig für den erkrankten Helgo Hahn eingesprungen war. Mit der Sopranistin Frédérique Friess aus Frankreich und dem Tenor Hubert Schmid konnte der Chorverein erneut zwei großartige Solisten gewinnen, die sich perfekt ergänzten. Unterstützt wurde die Veranstaltung durch die Hersfelder Zeitung und die Stadt Bad Hersfeld.

Auch die weiteren Evergreens wie „Schau einer schönen Frau nicht zu tief in die Augen“ (Tenor Hubert Schmid) und „Frühling in San Remo“ (Sopran Frédérique Friess), beide aus Fred Raymonds „Maske in Blau“ oder „Heut’ ist der schönste Tag in meinem Leben“ (Tenor Hubert Schmid) trafen direkt ins Herz der Zuschauer. Mit dem Duett „Zwei Herzen im Dreivierteltakt“ von Robert Stolz stellte sich kurz vor Schuss noch ein Stück Wiener Walzerseligkeit ein.

Drei Zugaben

Erst nach drei Zugaben entließ das begeisterte Publikum die wirklich großartigen Musiker von der Bühne. Mit dem Radetzky-Marsch, bei dem das Publikum stehend und enthusiastisch mitklatschte, endete ein umjubelter Operettenabend.

Von Thomas Landsiedel

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