Rettungsaktion läuft erfolgreich – Arbeit wird fortgesetzt

Berufs-Trainer in Schulen machen weiter

Hersfeld-Rotenburg. Die Rettungsaktion für die Job-Coaches an fünf Schulen des Kreises Hersfeld-Rotenburg scheint zu gelingen. Nach Informationen unserer Zeitung werden die Berufsberater, die vielen Jugendlichen beim Übergang von der Schule in den Beruf zur Seite stehen, im neuen Schuljahr ab August weiterarbeiten können.

In gemeinsamen Anstrengungen von Kreis und Arbeitsagentur sollen bereits drei Stellen für die Berufs-Trainer gesichert sein. Wenn sich auch die Industrie- und Handelskammer Kassel finanziell engagiert, könnten sogar vier Berater weiterbeschäftigt werden. Sie wurden bisher aus einem Förderprogramm der Europäischen Union bezahlt. Diese Förderung lief jedoch Ende Januar aus.

In vier Schulen müssen die Job-Coaches seit Monatsbeginn vermutlich eine Pause bis zum Sommer einlegen. An der Rotenburger Jakob-Grimm-Schule ist es gelungen, die Finanzierung der Stelle für die fünf Monate bis zu den Sommerferien mit Hilfe einer Spendenaktion sicherzustellen, freut sich Schulleiter Friedhelm Großkurth. Insgesamt 15 000 Euro wurden gesammelt, um den Berufs-Trainer durchgehend weiterbeschäftigen zu können. „Der hat eine tolle Arbeit gemacht“, sagt Großkurth. Und für 150 bis 180 seiner Schüler sei es wichtig, weiterhin die Begleitung für den Weg in den Beruf zu haben.

Weil davon auch Firmen im Kreis profitieren, die ausbilden, gibt es auch Unterstützung aus der Wirtschaft. Neben der Gemeinde Alheim haben die Sparkasse Hersfeld-Rotenburg, die Kirchner Solar Group und E.ON Mitte Geld gegeben. Dazu kommen Spenden von Eltern und Lehrkräften sowie vom Förderverein der Jakob-Grimm-Schule.

Aus der Kreisverwaltung wollte man die gute Nachricht noch nicht kommentieren. Pressesprecher Michael Adam erklärte, es werde weiter an der Rettungsaktion gearbeitet. ZUM TAGE, HINTERGRUND

Von Jörg Steinbach

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