Neues Beratungsangebot im Energiestützpunkt

Beratung verhindert Fehlinvestitionen

Klimaschutzbeauftragter Guido Spohr, Energieberater Hans-Werner Ernst sowie Henning Strodthoff und Hans-Joachim Horn von der Verbraucherzentrale Hessen (von links) freuen sich über das neue Beratungsangebot in Bad Hersfeld. Foto: Zacharias

Bad Hersfeld. Je kälter der Winter und je teurer Heizöl und Erdgas, desto größer der Beratungsbedarf der Hausbesitzer, wie sie denn am sinnvollsten Energie einsparen und Kosten senken könnten.

Für alle Bad Hersfelder, die die Energiebilanz ihres Eigenheims verbessern wollen, die Probleme mit Schimmel in der Wohnung haben oder die sich für erneuerbare Energien interessieren, kurz: Für alle Fragen zum Thema Energie haben, richtet die Verbraucherzentrale Hessen ab dem 18. Februar einen neuen Energiestützpunkt in Bad Hersfeld ein.

Donnerstagnachmittag

Im Haus der Begegnung am Kirchplatz wird Hans-Werner Ernst jeden Donnerstagnachmittag nach Vereinbarung für Beratungsgespräche zur Verfügung stehen. An den Kosten für ein Gespräch, das etwa eine halbe Stunde dauert, beteiligen sich die Verbraucher mit symbolischen fünf Euro.

Bei Bedarf kommt Hans-Werner Ernst auch ins Haus, um sich zum Beispiel die Dachisolierung, den Zustand der Fenster oder die Heizungsanlage anzugucken. Diese Vor-Ort-Beratung, Fall-Management genannt, kostet 45 Euro.

So günstig, erläutert Hans-Joachim Horn, bei der Verbraucherzentrale Hessen zuständig für den Bereich Umwelt, Bauen und Energie, könnten die Beratungen nur angeboten werden, weil sie vom Bundeswirtsschaftsministerium gefördert würden.

Die Beratung, so versichert Horn, bringt Vorteile für Mieter und Vermieter. Sie hilft heimischen Handwerksunternehmen, die dann meistens mit den Arbeiten beauftragt werden und sie trägt zum Klimaschutz bei, weil durch Energieeinsparung langfristig der CO2-Ausstoß verringert werde. „Wer sich beraten lässt, verhindert Fehlinvestitionen“, betont Horn. Vorteil der unabhängigen Energieberater sei, dass sie nichts verkaufen müssten und deshalb produktneutral beraten könnten. Sie kennen sich zudem aus im Förderdschungel und wissen, wer welche energetische Sanierungsmaßnahme unterstützt.

Hans-Joachim Horn und sein Kollege Henning Strodthoff empfehlen allen Hausbesitzern, nicht zu lange mit der Sanierung zu warten. Günstig sei es, wenn ohnehin etwas am Haus gemacht werden müsste, dann auch das Energiekonzept zu überprüfen.

Eine positive Energiebilanz sei zudem ein wichtiges Kriterium für Mieter, die sehr genau auf die Höhe der Heizkosten achteten. „Ein Vermieter muss einen gewissen Standard bieten, damit er auf dem Markt bestehen kann“, hat auch Karl-Werner Ernst festgestellt.

Sinnvoll für Bauherren

Sinnvoll sei die Energieberatung zudem für Bauherren, und zwar möglichst vor Beginn des Baus.

Wer einen Termin mit Energieberater Karl-Werner Ernst haben möchte, kann ihn telefonisch unter 166-17 mit Guido Spohr, dem Klimaschutzbeauftragten der Stadt Bad Hersfeld, vereinbaren. Anmeldungen sind auch über das Servicetelefon der Verbraucherzentrale 01805/972010 (14 Cent pro Minute) möglich. (zac)

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