Musikalische Zeitreise nah am Original

Partystimmung bei Abba-Show in der Stadthalle

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Fast wie früher: Die „The Tribute Show – Abba today“ gastierte in der Stadthalle Bad Hersfeld. Wer eine grandiose Show mit Partyhits erwartete hatte, kam voll auf seine Kosten.

Bad Hersfeld. Auch heute noch, 40 Jahre nach dem Beginn der grandiosen Karriere der schwedischen Pop-Gruppe Abba, haben deren Songs nichts an ihrer Poularität eingebüßt. Das zeigte am Samstagabend das Abba-Konzert einer sechsköpfigen Band in der Stadthalle.

Die Besucher dieser musikalischen Zeitreise kamen voll auf ihre Kosten, wenn sie eine grandiose Show mit Partykrachern erwartet hatten. Bis ins Detail vom Scheitel bis zur Sohle gestylt ließen Rebecca Glantz als Agnetha, Daniela Manske als Anni-Frid, Mario Fischer als Benny und Jens Kaufmann als Björn die fantastischen Vier auferstehen.

Mit Perücke und Plateau

Outfitmäßig sahen sie mit den Perücken, den Plateauschuhen, den Schlaghosen und den kurzen Kleidern mit weiten Rüschenärmeln wie die Originale aus. Die Kostüme funkelten in den bunten Scheinwerferstrahlen. Mit dem Glitzer und dem Glamour-Style war die Illusion perfekt. Und doch gab es Überraschungen. Auf einmal saß Agnetha am Flügel, Frida hatte ein Tattoo am Unterarm und „Super trouper“ wurde mit einer LED-Show performt. Die Töne wurden zunehmend rockiger. „Abba today“ lautete ja schließlich der Untertitel der Show. „Wie würde Abba seine Songs heute produzieren“, hatten sich die Bandmitglieder gefragt und sich was einfallen lassen.

Natürlich blieb man eng am Original, denn Abba-Fans wollen nun einmal keinen allzu verfälschten Sound. Doch dem Musikgeschmack des neuen Jahrtausends angemessen wurde ganz schön gerockt. Mit „Mamma mia, here I go again“, startete das Programm. 22 weitere Hits folgten.

Bei den 100 englischsprachigen, veröffentlichten Songs der Schweden hätte das Konzert noch lange weiter gehen können, ohne dass die Stimmung im Saal abnahm. „Vielleicht singen oder tanzen sie sogar mit“, wünschte sich Benny anfangs. Das ließ sich das Publikum nicht noch einmal sagen. „Linken Arm mit gestrecktem Zeigefinger hoch, dasselbe nun rechts“, so ging eine Mitmachübung, um das Disco-Fieber anzuschüren. Dazu sangen alle laut „Aha“ zu „Knowing me, knowing you“. Pfeifkonzerte drückten die Begeisterung aus. Mehrmals sprangen die Besucher von ihren Plätzen hoch, um im Takt mitzuschwingen. Benny ging durch die Zuschauerreihen im Saal und forderte zum Tanzen auf.

Fotos nach der Show

Erwartungsgemäß erklang zum Schluss „Thank you for the music“. Ebenso voraussehbar war, dass dies nicht das Abgangslied sein sollte. Die Zugaberufe wurden erhört und es gab noch „Hasta manana“ im Sambarhythmus, „So long“ und ein Medley. Alles war perfekt. Viele Besucher ließen sich nach der Show mit den Band-Mitgliedern fotografieren, obwohl es doch gar nicht die echten Vier waren.

Von Vera Hettenhausen

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