Genehmigungsprozess ist ins Stocken geraten

Bekenntnisschule: nicht dieses Jahr

Heinebach. Zum neuen Schuljahr wird es keine Christliche Bekenntnisschule in Heinebach geben. Das hat Andreas Löwen, Sprecher des Fördervereins in Alheims größtem Ortsteil, auf Nachfrage unserer Zeitung erklärt. „Wir sind immer noch optimistisch, aber wir legen uns nicht mehr auf einen bestimmten Zeitpunkt fest, an dem es losgehen kann“, sagte Löwen.

Die Auflagen des Staatlichen Schulamts in Bebra seien härter als erwartet, konkretisierte Löwen. In erster Linie gehe es dabei um die Finanzierung, die die Betreiber der Schule für die ersten Jahre nachweisen müssten. Ein Teil der Anschubfinanzierung solle aus Geld kommen, das Eltern der Schule als Privatdarlehen zukommen lassen wollen. Das Schulamt wolle detailliert aufgeführt haben, wann die Eltern diese Darlehen zurückbezahlt bekommen. Löwen glaubt, dass solche Anforderungen aus der mangelnden Erfahrung des Amts mit Bekenntnisschulen herrühren, will der Behörde jedoch auf keinen Fall einen Vorwurf machen. Aus Gesprächen mit den Vertretern anderer Bekenntnisschulen und mit Juristen will Löwen wissen: „So einen Fall gab es noch nie, andere Schulen mussten ihre Finanzierung nicht in der Art nachweisen.“ Und er verweist darauf, dass die Zahlungen zwar rechtlich gesehen Darlehen, faktisch aber Bürgschaften seien.

Amt: Verfahren läuft

Gerhard Finke vom Staatlichen Schulamt in Bebra, das für die Genehmigung zuständig ist, bestätigt, dass es momentan „keinen genehmigungsfähigen Wirtschaftsplan“ für die geplante Schule gibt. „Das Verfahren läuft noch“, sagt Finke, der die Gesprächsbereitschaft seiner Behörde betont.

Dass die Schule auf keinen Fall nach den Sommerferien starten kann, darauf will Finke sich nicht festlegen. Er schränkt aber ein: „Die Zeit läuft natürlich! Die Machbarkeit nachzuweisen, ist Sache des Antragstellers.“

Auch Alheims Bürgermeister Georg Lüdtke hat nach eigenem Bekunden „keine Neuigkeiten“ zum Thema Bekenntnisschule gehört.

Von Rainer Henkel

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