Interkulturelles Zentrum feierte sein zehnjähriges Bestehen in der Burggasse

Ein Beitrag zur Integration

Geburtstagsfest im Interkulturellen Zentrum: Die Angklung-Gruppe gehört zu den Aushängeschildern des Ikuz. Die indonesischen Bambusinstrumente werden von Menschen aus vielen verschiedenen Ländern gemeinsam gespielt. Foto: nh

Bad Hersfeld. Einen runden Geburtstag feierte das Interkulturelle Zentrum Ikuz am Samstag. Seit zehn Jahren ist das Begegnungszentrum für Einheimische und Migranten in der Burggasse in Bad Hersfeld zu Hause.

Gegründet wurde das Interkulturelle Zentrum im November 2001 in Bad Hersfeld aus dem Wunsch heraus, ein gleichberechtigtes Miteinander von hier lebenden Deutschen und Menschen mit einem anderen kulturellen Hintergrund zu ermöglichen. Einander kennenlernen und voneinander lernen ist ein wichtiger Aspekt der Arbeit des Zentrums. Unter anderem finden dort regelmäßig interkulturellen Abende statt, bei denen Menschen über Leben, Bräuche, Kultur und Ernährung in ihren Heimatländern informieren.

Aus kleinen Anfängen entwickelte sich das Ikuz zu einer inzwischen allseitig geschätzten Einrichtung. Nachdem die zur Verfügung stehenden Räume in der Weber- bzw. Rittergasse zu klein geworden waren, mietete der Vorstand die ehemalige Burgschänke in der Burggasse an, die auch anlässlich des zehnten Geburtstages die Besucher kaum zu fassen vermochte.

Gäste aus vielen Ländern

Mehr als 80 Gäste aus vielen verschiedenen Ländern und Kontinenten wurden vom Pressesprecher des Ikuz, Peter Claus, durch ein abwechslungsreiches Programm von instrumentaler Musik, Tanz und Gesang geführt. Auch hier zeigte sich die Vielfalt der im Ikuz anzutreffenden Nationen: Indonesische Angklung-Instrumente, deutscher und russischer Gesang und ein balinesischer Tanz ließen die Gäste lautstark applaudieren.

In ihren Grußworten waren sich die erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz und der Landtagsabgeordnete Torsten Warnecke einig: Das Ikuz tritt den Migranten auf Augenhöhe gegenüber und leistet mit seiner vielfältigen Arbeit einen wichtigen Beitrag zur Integration.

Das gilt inbesondere auch für die Arbeit mit Flüchtlingen: „Die vielen aus ihrer Heimat vertriebenen Menschen benötigen einen Anlaufpunkt, wo ihre Sorgen ernst genommen werden und sie Hilfe erhalten können“, betonte Peter Claus. Besonders die jetzt aus Syrien geflohenen oft traumatisierten Menschen benötigten besondere Ansprache. Gerne fänden sie sich im Ikuz ein, wo die ersten sprachlichen Hürden mit Hilfe von Dolmetschern überwunden werden könnten. Das zeigte sich auch am vergangenen Samstag, als viele das Geburtstagsfest besuchten.

In die Zukunft schauend wünschten sich Gäste und offizielle Vertreter, dass das Ikuz noch viele Jahre diese vielfältige Arbeit leisten kann.

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