MdB Roth fordert verbindliche Zusagen für A4

Beim Lärmschutz noch nachbessern

BAD HERSFELD. „Die Erneuerungsmaßnahmen der A4 dürfen nicht ins Stocken geraten“, fordert Bundestagsabgeordneter Michael Roth (SPD). Schließlich sei die zwischen dem Autobahndreieck Kirchheim und der Anschlussstelle Wildeck-Obersuhl vorgesehene grundhafte Erneuerung für den Logistikstandort Bad Hersfeld von überragender Bedeutung, erläutert Roth.

Der SPD-Politiker hatte sich an Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) mit der Bitte um Auskunft über den derzeitigen Planungsstand gewandt. Nach einem Schreiben aus dem Ministerium seien für den etwa 35 Kilometer langen Gesamtabschnitt rund 266 Millionen Euro veranschlagt. Die einzelnen Bereiche seien jedoch unterschiedlich weit in der Planung.

Im Bau und in Planung

Während der Abschnitt Kirchheim im Bau sei, befinden sich Bad Hersfeld West in der Entwurfsaufstellung sowie Bad Hersfeld Ost, Friedewald und Obersuhl noch im Planfestellungsverfahren, heißt es dort. Da weit über die Hälfte der Strecke von starken Steigungen betroffen ist, müssten neben der Erneuerung auch Stand- und Zusatzfahrtstreifen angebaut werden. „Das bedeutet praktisch einen sechsspurigen Ausbau auf rund 60 Prozent des Autobahnabschnitts“, freut sich Michael Roth.

Sorge bereitet dem SPD-Politiker jedoch die zeitnahe Bereitstellung der Finanzmittel. In dem Schreiben aus dem Verkehrsministerium heißt es dazu lapidar: „Die weitere Umsetzung wird Zug um Zug in Abhängigkeit von den zur Verfügung stehenden Haushaltsmitteln erfolgen.“ Roth fordert Minister Ramsauer (CSU) daher auf, einen verbindlichen Zeitplan vorzulegen.

Darüber hinaus seien die Erfordernisse des Lärmschutzes in dem Schreiben mit keinem Wort erwähnt worden, ärgert sich der heimische Bundestagsabgeordnete. „Hier muss die Bundesregierung noch nachbessern. Ein schlüssiges Konzept zum Lärmschutz im Bereich Bad Hersfeld-Eichhof gehört zum Ausbau dazu“, mahnt Roth abschließend.

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