Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt will Behörden in der Region halten

Bebra soll Standort bleiben

Hersfeld-Rotenburg. Auch der Landkreis Hersfeld-Rotenburg könnte Standort einer großen Landesbehörde sein. Wenn die Konzentration von Einrichtungen wie dem Staatlichen Schulamt oder den Amt für Straßen- und Verkehrswesen aus Kostengründen unumgänglich sei, könnten diese auch im ländlichen Raum angesiedelt werden. Diese Auffassung vertritt Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt.

Bebra und Eschwege könnten so Standorte bleiben und nötigenfalls zusätzliche Aufgaben übernehmen, erklärte der Landrat am Dienstag in einer Pressekonferenz in Bebra. Die Landesregierung könne nicht auf der einen Seite sagen, sie wolle helfen, die Folgen des demografischen Wandels in strukturschwachen Gebieten zu mindern, und auf der anderen Seite diese Räume „leerlaufen“ lassen.

Bereits im November habe er dies dem Ministerpräsidenten in einem persönlichen Gespräch erläutert und seine Forderungen an die Landesregierung auch beim Kabinettsbesuch im Februar in Bad Hersfeld erneuert.

Aktiv angehen

Von Ministerpräsident Volker Bouffier fordert Dr. Schmidt, die Probleme des ländlichen Raumes aktiv anzugehen und diesen zu stärken. „Es gibt nachvollziehbar keine Notwendigkeit, Landesbehörden immer in den Zentren zusammenzuziehen.“ (sis)

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