Finanzamt Hersfeld-Rotenburg: Mehr Service für Steuerzahler am Telefon

Beamte, die frei sprechen

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Neuer Punktsieg beim Ringen um mehr Service für den Steuerzahler: Finanzamtsvorsteher Frank Drill (hinten, Mitte) und Geschäftsstellenleiter Thomas Schott (ganz links) mit dem Kern-Team der Telefon-Finanzservicestelle (T-FIS). Vorne links Tina Lotz, vorne rechts bei der Arbeit Gitta Mayer. Rechts hinten sind deren Kollegin Michaela Kersch und Kollege Timo Heusner aus dem Nachbarbüro hinzugestoßen. Foto: Hornickel

Bad Hersfeld. Die Zeiten, in denen die Warteschleife des Finanzamtes Anrufern und der Vermittlung den letzten Nerv raubte, sind vorbei. Nach einer gut halbjährigen Testphase hat die neue Telefon-Finanzamts-Service-Stelle (T-FIS) des Finanzamtes Hersfeld-Rotenburg die erste Feuerprobe bestanden.

In den Tagen vor dem 31. Mai, dann nämlich als für die Steuerzahler die Stunde der Erklärung nahte, zählten die vier Beamtinnen und ihr Kollege Timo Heusner in Bad Hersfeld pro Tag 200 Anrufe und Anfragen, die sie zum überwiegenden Teil selbst beantworten konnten.

Und genau das ist der Vorteil, den das neue T-FIS den Kunden des Finanzamtes sichert: schnell und unbürokratische Auskunft. Vorher liefen Anrufe über die Vermittlung, die dann in die einzelnen Geschäftsbereiche verbinden musste.

Frank Drill, der Vorsteher des Finanzamtes Hersfeld-Rotenburg, ist stolz darauf, dass in Bad Hersfeld die Probephase so gut lief. Immerhin war das Finanzamt Hersfeld-Rotenburg das erste Fusionsfinanzamt in Hessen das 2009 mit der Einführung des T-FIS betraut wurde.

Im ersten Obergeschoss der ehemaligen Kriegsschule im Stiftsbezirk haben die Beamtinnen Martina Lotz, Gitta Mayer, Michaela Kersch und Imken Thenert mit ihrem Kollegen Timo Heusner Quartier bezogen.

Ihre Arbeitsgeräte sind PC und Headset, aber die telefonische Finanzamtsservicestelle ist eben kein übliches Call-Center, das Anrufe nur entgegennimmt und dann in die geeigneten Bahnen leitet, sondern der Platz, an dem keine Fragen offen bleiben sollen.

Fast 14 000 Anrufe gab es in der Startphase. Durchschnittlich melden sich täglich 120 bis 170 „Steuerbürger“ beim Finanzamt.

Die Telefon-Finanzamtsservicestelle wickelt alle Anrufe aus dem Raum Rotenburg und Bad Hersfeld ab. Die Mitarbeiter der T-FIS können online auf alle wichtigen Daten für Bad Hersfeld und Rotenburg zugreifen. In Hessen wurden 2009 zehn dieser T-FIS-Zentren eingerichtet. In diesem Jahr will das Ministerium in Wiesbaden zehn Ämter nachrüsten. Bis 2012 soll die Telefonberatung Standard sein.

Von Kurt Hornickel

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