Zwangsversteigerung der Baumarkt-Immobilie in Bad Hersfeld ist erneut gescheitert

BayWa-Zukunft ungewiss

Der BayWa-Baumarkt in der Landecker Straße in Bad Hersfeld. Die Immobilie steht unter Zwangsverwaltung. Auch gestern fand sich kein neuer Eigentümer. Foto: ks

Bad Hersfeld. Die Zwangsversteigerung der Immobilien der ehemaligen Industriemontagen Riemenschneider IMR in der Landecker Straße in Bad Hersfeld ist gestern ein weiteres Mal gescheitert.

Vor Rechtspfleger Matthias Werner vom örtlichen Amtsgericht wurde lediglich das Mindesgebot von 16 381 Euro für den über mehr als 11 000 Quadratmeter verteilten Gebäudekomplex abgegeben, dessen Verkehrswert bei 2,12 Millionen Euro liegt. Hartmut Dolata, Vertreter des Gläubigers Frankfurter Hypothekenbank, beantragte daraufhin die Einstellung des Verfahrens, der Zuschlag wurde versagt.

Nur ein Gebot

Damit bleibt die Zukunft des Haupt-Mieters, des BayWa-Baumarktes, weiter ungewiss. Denn das einzige Gebot hatte ein Vertreter der von der BayWa beauftragten Immobiliengesellschaft abgegeben. Im anschließenden Flurgespräch wurde deutlich, dass die Baumarkt-Betreiber die angekündigte Expansion des Mitbewerbers Obi in Bad Hersfeld mit Sorge für den eigenen Standort betrachten.

Enttäuschung

So war der Ausgang des Versteigerungsverfahrens für alle Beteiligten eine Enttäuschung. Auch Rechtspfleger Werner hatte mit einem anderen Ergebnis gerechnet, zumal sich im Vorfeld des Termins gleich mehrere Bietinteressenten bei ihm gemeldet hatten.

Weil bei einem früheren Versteigerungsversuch der 5/10-Wert nicht erreicht wurde, waren diesemal auch Gebote unter der Hälfte des Verkehrswertes möglich. Bei 16 000 Euro spielte die Gläubigerbank jedoch nicht mit.

Von Karl Schönholtz

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