Boris Bütefür will neues Konzept etablieren

Bayern neben der Ruine: Neuer Pächter für die Festspielkantine

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Neustart neben der Stiftsruine: Boris Bütefür betreibt in diesem Sommer die Festspielkantine in Bad Hersfeld. Zu Pfingsten wird sie eröffnet.

Bad Hersfeld. In Bad Hersfeld wurde ein drohender gastronomischer Notstand abgewendet: Boris Bütefür heißt der neue Pächter der Festspielkantine. Er sorgt dafür dass es auch in diesem Sommer im Schatten der Stiftsruine Bier, Bratwürstchen und nette Begegnungen mit den Schauspielern gibt.

Nach dem Abschied von Peter und Daniel Heck, die im Buchcafé eine neue Heimat gefunden haben, stand hinter der Weiterführung der Kantine lange ein Fragezeichen. Bis in die Stadtpolitik reichte die Besorgnis, vor, während und nach den Aufführungen möglicherweise durstig und hungrig zu bleiben – zumindest auf dieser Seite der Ruine, denn auf der anderen wird ja wieder die Familie Bücking präsent sein.

Quereinsteiger

Boris Bütefür ist ein Quereinsteiger. Der Hersfelder, der auf dem Johannesberg groß geworden ist, kommt eigentlich aus der Textilbranche. Sein in Friedewald ansässiges Unternehmen produziert edle Nachtwäsche. Doch der Gastronomie ist er schon seit vielen Jahren verbunden, verfügt über zahlreiche Verbindungen bis in besternte Häuser.

„Ich fand es schade, dass so lange nichts passiert ist“, beschreibt er seine Motivation, auf die Hecks zuzugehen. Mit denen hat er jetzt einen Pachtvertrag bis August geschlossen, Verlängerung nicht ausgeschlossen. Das aber hängt davon ab, wie die „neue“ Festspielkantine angenommen wird.

Der werden Bütefür und seine Lebensgefährtin ein neues Konzept verordnen. Zwar wird alles Bewährte bleiben, doch drumherum soll die Kantine die Atmosphäre eines bayerischen Biergartens atmen. Leberkäse, Weißwürste, Kässpatzen und Wurstsalat werden auf der Karte stehen, dazu wird Büble-Bier aus Kempten im Allgäu ausgeschenkt.

Eine Herausforderung

„Das alles ist für uns eine Herausforderung und muss ein bisschen wachsen, doch wir freuen uns drauf“, sagt Bütefür, der bisher neun Mitarbeiter für sein Projekt gewinnen konnte und weitere Kräfte sucht. Im Blick hat er „das klassische Kantinenpublikum“, dem neben dem Gewohnten auch auch Neues bieten möchte. „Auch bei den Getränken lassen wir uns etwas einfallen“, verspricht er.

Zurzeit wird rund um die Kantine tüchtig gewerkelt, denn die Optik im Biergarten und auf der Terrasse soll die Veränderung deutlich machen. Bis Pfingsten soll alles fertig sein, dann ist Eröffnung.

Von Karl Schönholtz

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