Entscheidung über Bürohaus im Schilde-Park erst am Donnerstag im Stadtparlament

Baufenster: Noch ist alles offen

Noch ein Neubau im Schilde-Park? Das Bürogebäude würde sich zwischen Therapiezentrum und Stockwerkshalle fügen und die Parklandschaft nicht berühren. Zeichnung: Architekturbüro Dorbritz

Bad Hersfeld. Die Entscheidung über eine weitere Bebauung im östlichen Schilde-Park ist derzeit noch offen: Zwar lehnte der Ausschuss für Stadtplanung und Umwelt den Verkauf des betreffenden Grundstücks und die dazugehörige Bauleitplanung mit 5:4 Stimmen ab, doch das letzte Wort hat erst die Stadtverordnetenversammlung, die am kommenden Donnerstag tagt.

Auch der Haupt- und Finanzausschuss beschäftigte sich gestern Abend mit dieser Thematik (bei Redaktionsschluss noch nicht beendet).

Hintergrund ist das Vorhaben eines ortsansässigen Unternehmens (der Name Verifone wird von offizieller Seite nach wie vor nicht genannt), mit seinen 150 Arbeitsplätzen in ein neues Bürogebäude zu ziehen, das sich in die Lücke zwischen Stockwerkshallen und dem bereits genehmigten Neubau eines Therapiezentrums fügt (unsere Zeitung berichtete). Dafür müsste das bisherige Baufenster aber deutlich vergrößert werden.

Die Argumente im Ausschuss waren eine Wiederholung bekannter Standpunkte: Während SPD und Grüne den bei der Planung des Geländes erklärten Bürgerwillen nach einer Parklandschaft nicht nachträglich missachten wollten, sprachen die Vertreter von CDU, FDP und Fraktionsgemeinschaft von Bestandssicherung in der heimischen Wirtschaft und Belebung für einen Bereich, der bisher weder gestaltet ist noch groß genutzt wird. Die NBL sieht das im Grunde ähnlich, hält allerdings den Verkaufspreis für viel zu gering.

Ausschussvorsitzender Roland Luley (SPD) wies zudem auf Alternativflächen in der unmittelbaren Umgebung des Parks hin: Sowohl der wenig frequentierte Busparkplatz auf der Straßenseite gegenüber wie auch das Wever/Levering-Gelände kämen in Frage.

Von Karl Schönholtz

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