Zwei Jahre für Teil 1 der Autobahn von Kirchheim bis Thüringen

Baubeginn für die neue A 4: Zuerst die Brücke

Minister Dieter Posch

Asbach. In eine Großbaustelle verwandelt sich für zwei Jahre der sechs Kilometer lange Streckenabschnitt der Autobahn 4 von Kirchheim bis zur thüringischen Landesgrenze. Hessens Verkehrsminister Dieter Posch (FDP) gab gestern im Asbachtal bei Bad Hersfeld, zu Füßen der 200 Meter langen Sandsteinbrücke, offiziell den Start der Bauarbeiten für die Verbreiterung der Autobahn frei. 53 Millionen Euro kostet der erste Teil des Komplettausbaus der Autobahn bis zum Schnittpunkt mit der A44 im thüringischen Wommen. Für den Anbau von zusätzlichen Fahrstreifen in den Steigungsstrecken und die Nachrüstung der momentan nur zweispurigen Autobahn sind vom Bund insgesamt 300 Millionen Euro eingeplant.

Zunächst müssen sich die Verkehrsteilnehmer auf der Strecke, die täglich von 43 000 Fahrzeugen benutzt wird, in Geduld üben. Damit die Autobahn, die in ihrer Substanz schon 70 Jahre auf dem Buckel hat, verbreitert werden kann, muss auch die im Jahr 1942 vollendete Asbachtalbrücke erweitert werden. Kosten: 14 Millionen Euro. Der obere Bereich der Konstruktion wird dazu von einer Arbeitsgemeinschaft der Baufirmen Bickhardt Bau und Kirchner in zwei Etappen abgeräumt, damit ein neuer Überbau betoniert werden kann, der pro Richtung drei Fahrstreifen und einen 2,50 Meter breiten Standstreifen tragen kann.

Optik bleibt erhalten

Mit Rücksicht auf das typische Erscheinungsbild bleiben die Pfeiler und die elf Bögen der Brücke erhalten. Vor dem Neuaufbau wird in diesem Jahr zuerst die Seite zum Talgrund hin abgeräumt. Deswegen läuft der gesamte Verkehr provisorisch 2010 vierspurig auf der Piste nach Westen. HINTERGRUND/ZUM TAGE/ LOKALSEITE 3

Von Kurt Hornickel

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