20 staatlich geprüfte Techniker sind am Obersberg feierlich verabschiedet worden

Basis für beruflichen Erfolg

Können stolz auf das Geleistete sein: die Absolventen des 70. Technikerjahrgangs der Technikerschule Bad Hersfeld für die Bereiche Elektrotechnik, Mechatronik und Informationstechnik, die jetzt ganz offiziell staatlich geprüfte Techniker sind. Foto: Maaz

Bad Hersfeld. Mit dem „Rüstzeug für einen hochwertigen Arbeitsplatz“ sind 20 staatlich geprüfte Techniker der Technikerschule Bad Hersfeld feierlich verabschiedet worden. 16 der jungen Männer haben zudem die Ausbildereignungsprüfung abgelegt.

Mit ihnen freute sich die stellvertretende Schulleiterin Christine Draude, die die Begrüßung der Absolventen des 70. Jahrgangs der Technikerschule für die Bereiche Elektrotechnik, Mechatronik und Informationstechnik an den Beruflichen Schulen Obersberg übernahm. Geprüft wurden die Techniker in Automatisierungs- und Prozessleittechnik (Fachrichtung Elektrotechnik) sowie Fertigungsautomatisierung und Robotik (Fachrichtung Mechatronik).

„Unsere Absolventen werden gerne eingestellt, und die Schule bekommt immer wieder positive Rückmeldungen aus den Betrieben“, betonte Draude die Qualität der Schule, die mit vielen Firmen in der Region kooperiert. Über 1300 Absolventen kann die Schule inzwischen vorweisen, und die Zahl der Neu-Anmeldungen bestätige die Attraktivität. „44 neue Studierende nehmen wir im August auf“, berichtete Draude.

Lebenslanges Lernen

Stolz auf sich könnten auch die Techniker sein, lobte die Erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz das Engagement der Absolventen, die sich in zwei Jahren eine solide Basis für den beruflichen Erfolg und die Herausforderungen der heutigen Arbeitswelt aufgebaut hätten, in der lebenslanges Lernen unerlässlich sei. Nach dem Einstieg ins Berufsleben noch einmal die Schulbank zu drücken, erfordere Disziplin und Mut.

Zwei Wünsche hatte sie außerdem, von denen sie einen in Richtung der zukünftigen Ausbilder formulierte: Sie mögen doch bewusst auch Mädchen ansprechen. Denn bislang waren unter allen Absolventen nur neun Frauen. Es wäre auch schön, wenn sich die Absolventen „vor der Haustür“ nach Arbeitsplätzen umschauen, bevor sie in die Ballungszentren abwanderten. „Es gibt hier viele qualifizierte Arbeitsplätze.“

Seine Leidenschaft für Technik hob Bürgermeister Thomas Fehling hervor, der den Absolventen Anerkennung und Respekt aussprach. Er nannte einige Beispiele für die Möglichkeiten und den Nutzen neuer Techniken, von denen einige die Welt vielleicht etwas lebenswerter machen. Der Bürgermeister sicherte der Schule seine Bereitschaft zu, bei deren Entwicklung mitzuhelfen.

Abschluss auf Stufe sechs

Den achtstufigen „Deutschen Qualifikationsrahmen“, in dem der staatlich geprüfte Techniker auf Stufe sechs steht, thematisierte Gerard Wolny als Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands staatlich geprüfter Techniker. Für Musik sorgte Klaus Adamaschek („Shiregreen“), der Deutschlehrer an der Schule ist. Nach der Vergabe von Zeugnissen, Buchprämien und Konrad-Zuse-Zertifikaten durch Zuses Tochter Hannelore und Peter Pawlik als Vorsitzender des Freundeskreises der Beruflichen Schulen gab es für Absolventen und Gäste noch einen Imbiss und die Gelegenheit, sich in Ruhe über die bestandenen Prüfungen zu freuen.

Von Nadine Maaz

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