Landeskonferenz fand in Bad Hersfeld statt

Barthel bleibt Chef der hessischen Jusos

Jusos: Pascal Barthel (rechts) bleibt Landesvorsitzender der Jungsozialisten. Bei der Wahl in Bad Hersfeld votierten 86 Prozent der Delegierten für ihn. Foto: nh

Hersfeld-Rotenburg. Ihre Landeskonferenz haben jetzt 90 hessische Jungsozialisten in der Bad Hersfelder Stadthalle abgehalten. Dort diskutierte der SPD-Nachwuchs mit dem hessischen SPD-Landesvorsitzenden Thorsten Schäfer-Gümbel, verabschiedete Anträge und wählte einen neuen Vorstand. Schäfer-Gümbel hatte reichlich Zeit mitgebracht und sprach sowohl grundsätzliche Fragen als auch die aktuelle politische Situation in Hessen an. Die Jusos dankten es ihm mit einer offenen, ehrlichen und sehr ausführlichen Aussprache.

„FDP ist bald überflüssig“

Bereits zur Eröffnung der Konferenz gingen die Jusos mit dem politischen Gegner hart ins Gericht. Der Landesvorsitzende Pascal Barthel betonte mit Blick auf die bundesweite Diskussion um die Bad Hersfelder Festspiele, dass die FDP auch vor Ort erfolgreich an ihrer Überflüssigkeit arbeite. „Der FDP-Bürgermeister Thomas Fehling hat durch sein unüberlegtes Verhalten und der fristlosen Kündigung des Festspielintendanten Holk Freytag dem Ruf und dem Ansehen der Stadt geschadet. Das alles wird noch richtig teuer für die Steuerzahler“, sagte Barthel.

Der gebürtige Hersfelder Barthel wurde in seiner Heimatstadt erneut an die Spitze der Nachwuchsorganisation gewählt. Mit dem Ergebnis von 86 Prozent, und damit um 10 Prozent besser als im Vorjahr, zeigt sich Barthel mehr als zufrieden. „Wir haben eine spannende und turbulente Zeit hinter uns, da ist so ein Ergebnis natürlich eine schöne Bestätigung“, freute sich der neue, alte Vorsitzende.

Als stellvertretende Landesvorsitzende wurden Tabea Heipel, Bijan Kaffenberger, Viktoria Kamens, Kristin Krause, Oliver Schmolinski und David Wade gewählt.

Inhaltlich hatten sich die Jusos einiges vorgenommen. Das zu beratende Paket aus Anträgen umfasste gut 90 Seiten. Schwerpunktmäßig wurde über bildungspolitische Themen diskutiert.

So fordert die Konferenz die Abschaffung von Noten und dem Sitzenbleiben. Geht es nach dem Willen des SPD-Nachwuchses, dann hat auch die Bundeswehr nichts mehr in den Schulen zu suchen.

Sarrazin ausschließen

Einstimmig beschloss die Konferenz, dass die SPD ein Ausschlussverfahren gegen Thilo Sarrazin einleiten soll und stellt sich damit hinter die Forderung von Bundesgeneralsekretärin Yasmin Fahimi. „Wir haben bereits nach dem unsäglichen und diskriminierenden ersten Buch von Herrn Sarrazin seinen Ausschluss gefordert. Jetzt geht Herr Sarrazin bei der AfD ein und aus und hat offensichtlich genau die richtige Partei für seine kruden Thesen gefunden. Die SPD braucht keinen Thilo Sarrazin“, bekräftigte Barthel. (red/rey)

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