Start für Getreideernte – Einbußen von zehn bis 15 Prozent bei der Wintergerste

Banger Blick nach oben

Die schweren Erntegeräte hinterlassen tiefe Spuren auf dem Acker. Hier ist es gerade noch einmal gutgegangen, ohne dass der Mähdrescher stecken blieb.

Hersfeld-Rotenburg. Die Getreideernte hat auch in Waldhessen begonnen, aber richtig rund läuft es noch nicht. Der Grund ist der nach wie vor noch zu feuchte Untergrund auf manchen Äckern. Die schweren Mähdrescher sacken immer wieder ein und verursachen dadurch tiefe Fahrspuren.

Bei der Wintergerste muss mit zehn bis 15 Prozent weniger Ertrag als im vergangenen Jahr gerechnet werden. „Es liegen zu viele Ähren der Wintergerste auf dem Boden und sind somit für den Mähdrescher unerreichbar, aber im Großen und Ganzen können wir noch zufrieden sein“, sagt Landwirt Heinrich Knoth aus Friedlos.

Selbst auf den Anhöhen gab es noch Stellen im Acker, die wegen der Feuchtigkeit vom Mähdrescher nicht befahren werden konnten.

Bei der Sommergerste sieht das schon anders aus, hier wird voraussichtlich ein ähnliches Ernteergebnis wie im vergangenen Jahr erreicht, hofft Knoth. Die Landwirte brauchen jedoch noch mindestens zwei Wochen trockenes Wetter, dann dürfte alles soweit abgeerntet sein. Erschwerend kommt in diesem Jahr hinzu, dass wegen des schlechten Wetters der vergangenen Wochen die Heuernte noch nicht eingefahren werden konnte. Jetzt müssen die Landwirte alles gleichzeitig bewältigen.

Heupresse auf Hochtouren

Bei Karl Heinrich Sauerwein in den Fuldawiesen lief die Heupresse auf Hochtouren, denn trotz des nassen Untergrundes trocknete das Heu sehr gut, und die Ballen können in die Scheune gebracht werden.

Jetzt schauen alle sorgenvoll auf die Wetterberichte für die nächsten Tage, und die verheißen nichts Gutes. Für den Samstag rechnen die Wetterdienste mit dem Durchzug einer Kaltfront, die Folge sind Gewitter und Regen.

Von Gerhard Manns

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