Tanzschule Fründ zeigte Tschaikowskis „Nussknacker“ in der Stadtkirche

Ballett im Winterwald

Tanz vor dem Altar: Zauberhafte, kleine Zinnsoldaten wuselten bei der Aufführung des Weihnachtsballetts „Nussknacker“ durch die Stadtkirche. Foto: Hettenhausen

Bad Hersfeld. Viele Schneeflocken wirbelten umeinander, als sich Klara und ihr Nussknacker im Wald verirrten. Kleine Ballerinas mit baumelnden Wattebäuschen zauberten diese Winterwald-Atmosphäre in die Stadtkirche.

Sie gehörten zum 50-köpfigen Ensemble der Tanzschule von Birgitt Fründ, das am Samstagnachmittag das weltweit berühmteste Weihnachtsballett, den „Nussknacker“ von Peter Tschaikowski, in dem festlichen Ambiente der Kirche vorspielte. Eltern und Kinder im Zuschauerraum tauchten in die zauberhafte Atmosphäre des Märchens ein und lauschten den schönen Melodien des Komponisten.

„Diese Aufführung ist etwas Besonderes. Sie wird in dieser Form erstmalig präsentiert“, verriet Reinhard E. Matthäi, der als Märchenerzähler fungierte. Besonders war die kleine Inszenierung auch durch das Spiel von Sebastian Bethge an der Eule-Orgel. Im ersten Bild des Balletts marschierten die Zinnsoldaten auf. Dann tanzten Klara und ihr Nussknacker zusammen. Es folgten der „Schneeflockenwalzer“, der „Chinesische Tanz“ und der „Russische Tanz“.

Reich der Süßigkeiten

Das Märchen handelt von der kleinen Klara, die nach dem Weihnachtsfest ihrer Familie in ihrem Bett einschläft und zu träumen beginnt. Der Nussknacker, den sie geschenkt bekam, wird plötzlich lebendig und führt sie in das Reich der Süßigkeiten. Doch auf dem Weg dorthin wird es abenteuerlich. Die beiden verirren sich und werden von einem Mäuseheer angegriffen. Am Ende verwandelt sich der Nussknacker in einen Prinzen. Der „Blumenwalzer“ mit dem Pas de deux des Prinzen und seiner Klara bildete natürlich den feierlichen Abschluss der Aufführung, zu dem sich alle Akteure noch einmal auf den Altarstufen versammelten und ein farbenprächtiges Bild boten. Denn ihre zauberhaften Kostüme glitzerten und funkelten um die Wette. So wurden die Zuschauer stimmungsvoll auf die Adventszeit eingestimmt.

Von Vera Hettenhausen

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