Renaturierungsmaßnahmen sollen Problemfall im Naherholungsgebiet beseitigen

Bald baden im Fuldasee

Der Fuldasee wird fit gemacht: Bürgermeister Thomas Fehling (Zweiter von links) stellte das Renaturierungs-Projekt vor. Rechts neben ihm mit Hut Helmut Räuber, Chef der beauftragten Firma. Foto: ks

Bad Hersfeld. Der Fuldasee in Bad Hersfeld soll bis zum Frühjahr kommenden Jahres fit gemacht werden, um künftig attraktiver Mittelpunkt eines stadtnahen Erholungsgebietes zu sein. Das sehen die jetzt begonnenen Bauabschnitte der Fuldarenaturierung vor.

Die Bagger der Firma Räuber schaffen dann zwei neue Verbindungen zum Flusslauf der Fulda, die für Temperaturausgleich und eine bessere Durchmischung des Seewassers sorgen sollen. „Bisher war der See nicht wirklich nutzbar“, sagt dazu Bürgermeister Thomas Fehling, „jetzt wollen wir ihn reaktivieren und das gesamte Gebiet um den See aufwerten.“

Tatsächlich leidet das Gewässer, das bisher nur über einen verrohrten Zu- und Ablauf verfügte, unter zu hohen Temperaturen und Blaualgenbefall. Das Baden im See ist deshalb verboten.

Den neuen Zu- und Abfluss hat das Kasseler Fachbüro WAGU geplant, mit dem die Stadt seit Beginn der Renaturierungsmaßnahmen zusammenarbeitet. Zu diesem Bauabschnitt gehört auch eine Aufweitung der Fulda im Bereich des Hessen-Stadions.

Zusammen mit einem Stillgewässer nahe des Hundeplatzes und einem neuen Altarm gegenüber dem Fuldawehr kostet das Fuldasee-Projekt rund 600 000 Euro. Das Land Hessen ist mit einer Förderung von 80 Prozent dabei.

Schon seit dem Jahr 2000 ist das Büro WAGU mit der Fuldarenaturierung bei Bad Hersfeld betraut. Umfangreichen vorbereitenden Überlegungen und Planungen – insbesondere zum Hochwasserschutz unter Berücksichtigung auch anderer Fulda-Anliegerkommunen – folgte ab 2004 die abschnittsweise Umsetzung. Begonnen wurde zunächst unterhalb des Obersberges, ehe sich die Bagger flussaufwärts Richtung Fuldasee vorarbeiteten. 2013 werden knapp 20 Einzelmaßnahmen umgesetzt sein, in die dann mehr als zwei Millionen Euro investiert wurden. Den Großteil des Geldes hat das Land Hessen bezahlt. (ks)

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