Bahnstreik legt den Fernverkehr in Bebra und Bad Hersfeld lahm

Hat ihre Streikwache wieder am Bebraer Wasserturm bezogen: die GDL-Ortsgruppe Bebra, die für den ganzen Kreis Hersfeld-Rotenburg zuständig ist. Archivfoto: Gottbehüt

Hersfeld-Rotenburg. Der Streik der Lokführer hat am Mittwoch den Bahn-Fernverkehr im Kreis Hersfeld-Rotenburg weitgehend lahm gelegt.

Auch Pendler in die Rhein-Main-Region waren von dem Ausstand der GDL betroffen. Die Cantus-Regionalzüge fuhren wie gewohnt.

Am Bahnhof in Bad Hersfeld herrschte am ersten Streiktag große Gelassenheit. „Die Kunden haben sich darauf eingestellt“, hieß es im Reisezentrum. Um eventuellem Informations- und Gesprächsbedarf der Reisenden gerecht zu werden, hatte die Bahn hier sogar zusätzliches Personal eingesetzt.

Doch es blieb ruhig: Die Cantus-Bahnen nach Fulda, Kassel und Göttingen fuhren wie gewohnt, die IC- und ICE-Züge Richtung Osten und zum Frankfurter Flughafen bis auf ganz wenige Ausnahmen gar nicht.

So sah es auch in Bebra aus: Die IC und ICE nach Dresden und Düsseldorf wurden im Notfallfahrplan der Bahn ebenso gestrichen wie der morgendliche Pendler-Intercity nach Frankfurt. Das gilt auch für die Verbindungen in der Gegenrichtung am Mittwochnachmittag.

Folgen hat der Streik auch auf den Güterverkehr in der Region. „Der Bahnhof Bebra steht voll“, sagt Patrick Rehn vom Vorstand der GDL-Ortsgruppe Bebra. Aufgrund eines hohen Altersdurchschnitts könne die Bahn in der Region zwar viele verbeamtete Lokführer einsetzen. Doch nicht jeder Kollege sei für jede Lok-Baureihe zugelassen und mit jeder Strecke bekannt.

Die Güterzüge seien aber vor allem auf den Abstellgleisen des Rangierbahnhofs geparkt. Die Hauptgleise für den durchgehenden Verkehr bleiben frei, erklärt Rehn. Denn darüber fahren auch die regionalen Züge der privaten Cantus-Bahn, die von der GDL aktuell nicht betreikt wird. (ks/mcj)

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