Wegen zu hoher Kosten

Bahnstecke Niederaula-Bebra: Baldiger Ausbau unwahrscheinlich

Bad Hersfeld. Das Bundesverkehrsministerium hat Befürchtungen wegen eines baldigen Ausbaus der Bahnstrecke zwischen Niederaula und Bebra mit Blick auf die hohen Investitionskosten zerstreut.

Im Vorfeld der Landtagswahlen hatten die FWG behauptet, es gebe konkrete Ausbaupläne und verwies auf Überlegungen, die Autobahnbrücke über die A4 zu verbreitern. Die FWG hatte vor Belastungen für die Anwohner und speziell das Kurparkviertel durch einen viergleisigen Ausbau gewarnt (wir berichteten).

In Beantwortung einer Anfrage von Staatsminister Michael Roth hat jetzt der zuständige Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enack Ferlemann (CDU), bestätigt, dass der Ausbau der Strecke Hanau über Würzburg und Fulda nach Erfurt für den Bund „eine hohe Bedeutung“ habe. Derzeit liege der Focus aber im Bereich Hanau-Fulda. Das nördliche Teilstück zwischen Niederaula und Blankenheim solle im Anschluss realisiert werden.

Das Vorhaben werde zuvor einer detallierten Prüfung nach einem neuen Bewertungsverfahren für den Bundesverkehrswegeplan unterzogen, schreibt Ferlemann an Roth. Alle Betroffenen würden zudem frühzeitig darüber informiert. „Angesichts der voraussichtlich hohen Investitionskosten ist derzeit eine Aussage zum Realisierungszeitraum konkret nicht möglich“, heißt es weiter. (kai)

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