Viele Verspätungen in Bad Hersfeld – Bebra hat bessere Quote

Bahnreisende müssen oft auf Fernzüge warten

Bad Hersfeld / Bebra. Wer in Bad Hersfeld oder Bebra eine Bahnreise beginnt, sollte Zeit mitbringen. Fast jeder zweite Fernzug, der in Hersfeld abfährt, hat mehr als fünf Minuten Verspätung. In Bebra ist jeder vierte Intercity und ICE unpünktlich.

Diese Zahlen ergeben sich aus den jederzeit aktuellen Verspätungsmeldungen der Deutschen Bahn im Internet. Sie werden vom Zugmonitor der Süddeutschen Zeitung gesammelt. Das Kasseler Softwareunternehmen Eoda hat die Daten für unsere Zeitung ausgewertet.

Demnach liegt Bad Hersfeld unter den deutschen Fernbahnhöfen ganz weit vorn, wenn es um Zugverspätungen geht: 221 der 551 Verbindungen waren hinter dem Fahrplan. Mit einer Verspätungsquote von 40,1 Prozent landet Bad Hersfeld somit auf Platz 49 und gehört damit zu den zehn Prozent der deutschen Fernbahnhöfe mit der schlechtesten Pünktlichkeit. Betrachtet man hingegen die Zahl der Abfahrten, rangiert Bad Hersfelds Bahnhof mit Platz 125 lediglich im oberen Viertel.

Ungefähr im Durchschnitt liegt der Fernbahnhof Bebra, an dem im vergangenen Monat 174 ICEs und ICs gehalten haben. Bei 46 Zügen, die mehr als fünf Minuten hinter dem Fahrplan einfuhren, lag die Verspätungsquote bei 26,4 Prozent – nur etwas über dem netzweiten Durchschnitt der Deutschen Bahn von 25,6 Prozent.

Der genaue Blick auf die Statistik offenbart zudem, dass die Züge im Laufe des Tages immer mehr Verspätung ansammeln. Während in den ersten Betriebsstunden in Bad Hersfeld nur einer von 14 Fernzügen unpünktlich ist, steigt die Verspätungsquote zur Mittagszeit bereits auf 40 Prozent an. Am Nachmittag ist dann bereits jeder zweite Zug hinter dem Fahrplan. Obwohl deutlich weniger Fernzüge Bebra anfahren, sieht die Entwicklung über den Tag dort ähnlich aus. Zum Tage,

Hintergrund, Seite 2

Von Marcus Janz

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