Bahnhof und Bibliothek

Viele Grüße aus Bad Salzungen nach Bad Hersfeld an die Leser der HZ.

Eine gute Nachricht gab es für die Bewohner im Bad Salzunger Stadtteil Kloster: Die Fördermittel für den Umbau des Dorfgemeinschaftshauses sind da, und nächstes Jahr sollen die Bauarbeiter anrücken. Zuschüsse von rund 511 000 Euro aus dem Dorferneuerungsprogramm fließen in den 780 000 Euro teuren Umbau. Seit Jahren hatte sich Bad Salzungen bemüht, Kloster als Förderschwerpunkt ins Dorferneuerungsprogramm zu bekommen. Weil es im Dorf keine Landwirtschaft gibt, wurde der Antrag immer wieder abgelehnt. Als sich nun die Förderrichtlinien änderten, gelang mit Hilfe eines ausgereiften Konzepts nun doch der Schritt in die Dorferneuerung.

Der Abfallwirtschaftszweckverband kündigte an, insgesamt 65 000 Mülltonnen für den Haus- und Biomüll in den nächsten Wochen auszutauschen. Die alten Gefäße seien 15 bis 20 Jahre alt und erneuerungsbedürftig, begründet der Verband.

Zudem gibt es im Nord- und im Südkreis bisher unterschiedliche Tonnen. Mit dem Austausch kommt die Vereinheitlichung und somit wird die Abfuhr logistisch einfacher und unterm Strich billiger. 1,9 Millionen Euro investiert der Verband in die Austauschaktion.

In Bad Salzungen ist der Ideenwettbewerb zur Gestaltung des Bahnhofsareals abgeschlossen. Bei einem Bürgerforum wurde der Siegerentwurf vorgestellt, und die Anwesenden durften ihre Meinung äußern.

Keinen schönen Anblick bietet derzeit das Bahngelände. Einige Gleisanlagen und Gebäude werden nicht mehr gebraucht und liegen verwahrlost. Drei Architekturbüros aus Frankenberg und Erfurt haben das favorisierte Konzept gemeinsam erstellt. Demnach sollen das historische Bahnhofsgebäude und der alte Wasserturm saniert und besser präsentiert werden.

Das Sozialgebäude und mehrere Nebengebäude werden hingegen verschwinden und der Bahnhofsvorplatz in die vorbeiführende Straße integriert. Dadurch wird der Verkehr entschleunigt. Die Stadt will nun die Machbarkeit der Vorschläge prüfen.

Vachas Bürgermeister Martin Müller (CDU) gab Entwarnung: Die Bibliothek der Stadt wird nicht geschlossen. Allerdings wird es eine Betriebspause geben, weil sie aus den bisher angemieteten Räumen neben dem Storchenturm in die stadteigene Kemenate umziehen wird.

Die dort untergebrachte Behindertenwerkstatt der Diakonie zieht in ein neues Gebäude im Gewerbegebiet. Mit dem Bibliotheksumzug spart die Stadt Mietkosten und verhindert den Leerstand der Kemenate.

In der Rhön wird gefeiert: In Diedorf begann am Wochenende die 1225-Jahrfeier, welche diese Woche täglich etwas bietet und am 1. September mit einem Umzug mit 800 Mitwirkenden ihren Höhepunkt erreicht.

Kommendes Wochenende beginnt in Schleid dann die Festwoche „1000 Jahre und mehr“.

stefan.sachs@stz-online.de

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