Michael Roth (SPD) spricht mit Bahnchef Grube – Mehr Geld für den Schienenverkehr

Die Bahn soll leiser werden

Sprachen über Lärmschutz: Der SPD-Bundestagsabgeordnete Michael Roth und Bahnchef Dr. Rüdiger Grube (rechts). Foto: nh

Hersfeld-rotenburg. Für einen besseren Lärmschutz im Schienenverkehr hat sich der SPD-Bundestagsabgeordnete Michael Roth bei einem Treffen mit dem Chef der Deutschen Bahn, Dr. Rüdiger Grube eingesetzt. Dazu bedürfe es besserer Zusammenarbeit in Europa, aber auch mehr Geldes für die Schiene in Deutschland, erklärte Roth.

Aus Sicht der Bahn sei der weitere Ausbau von Lärmschutzwänden oder Schallschutzfenstern dabei jedoch nicht die einzige Strategie. „Die wirksamste Lärmvorsorge ist die Bekämpfung an der Quelle“, erläuterte Grube. Daher setze man bei der Deutschen Bahn verstärkt auf die Umrüstung der Güterwagen mit besonders leisen Fahrgestellen. Davon verspreche man sich eine dauerhafte Entlastung der lärmgeplagten Anwohner, so Grube.

„Selbst eine optimale Ausstattung unserer Güterwaggons wird nicht dafür sorgen, dass das Problem vom Tisch ist“, hält Roth dagegen. Er verweist darauf, dass das deutsche Schienennetz von Waggons unterschiedlicher Länder befahren werde. Hier sehe er daher die Verkehrsminister der EU in der Pflicht, sich gemeinsam für eine moderne Wagenflotte einzusetzen. Um wirtschaftliche Anreize für die Umrüstung der Wagenbestände zu setzen, fordert die SPD überdies, sich für ein lärmabhängiges Trassenpreissystem, wie es in Deutschland angedacht ist, auch auf europäischer Ebene einzusetzen.

Enttäuscht zeigte sich Roth, dass von der versprochenen Milliarde Euro, die Verkehrsminister Peter Ramsauer Ende des vergangenen Jahres an zusätzlichen Investitionsmitteln zugesagt habe, auf den Schienenverkehr lediglich 60 Millionen Euro netto entfielen, wie Grube dem Abgeordneten mitteilte. Dies sei nur ein Tropfen auf den heißen Stein, kritisiert Roth in einer Pressemeldung. Die SPD setze sich deshalb schon seit Langem für mehr Geld für den Schienenverkehr ein. (red/kai)

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