Hersfelder Grüne sehen keine Gefahr für Hochwasserschutz und wollen fachgerechte Gehölzpflege

Bäume an der Geis nicht voreilig fällen

Bad Hersfeld. Nach einer Ankündigung der Stadtverwaltung zur geplanten Baumfällaktion an der Geis haben einige Mitglieder des Ortsverbandes Bündnis 90/Die Grünen den betroffenen Gewässerabschnitt zwischen Geistal- und Linggschule besichtigt.

Viele Fragen seien offen geblieben, heißt es in einer Pressemitteilung der Grünen. Die Begründung der Stadtverwaltung, dass umstürzende Bäume bei Windbruch eine Gefahr darstellen könnten sowie eine dadurch verursachte Beeinträchtigung des Hochwasserschutzes überzeugt Jörg Althoff, Sprecher des Ortsverbandes, derzeit nicht. Eine Reduzierung des Baumbestandes um bis zu 50 Prozent erscheine deshalb nicht plausibel.

„Bevor der Gehölzbestand vorschnell abgeholzt und damit der Lebensraum an der Geis für Vögel, Fledermäuse und Jungfische übermäßig beeinträchtigt wird, sollte die Maßnahme lieber fachlich gut vorbereitet und eventuell auf den Herbst verschoben werden“, so die Grünen.

Der Gehölzbestand entlang der Geis erfülle vielfältige Funktionen, so die Stadtverordnete Nina Weise-Hübner. Er sichere zum Beispiel das Ufer durch Baumwurzeln und biete Erholungswert und Lebensraum für Mensch und Tier, Sicht- und Lärmschutz.

Die Stadt Bad Hersfeld habe mit der Geisrenaturierung im Schildpark bereits überregional zukunftsweisende Zeichen gesetzt, die auch für andere Geisabschnitte gelten sollten. Die Bad Hersfelder Grünen können sich auch vorstellen, entlang der Geis – etwa im Bereich des Jahnparks – einen Bacherlebnispfad anzulegen. (red/nm)

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