Kiewer Knabenchor am Gründonnerstag und Matthäus-Passion am Karfreitag

Die Bachtage beginnen

Der Kiewer Knabenchor „Dzvinochok“ ist am Gründonnerstag in Bad Hersfeld zu Gast. Foto: Hartmann/Ar

Bad Hersfeld. Die 40. Internationalen Bach-Tage in Hessen und Thüringen 2013 beginnen in Bad Hersfeld mit dem Kiewer Knabenchor am Gründonnerstag und der Matthäus-Passion am Karfreitag.

Professor Siegfried Heinrich, Leiter der Internationalen Bachtage in Hessen und Thüringen, wahrt für seine Aufführungen der Matthäus-Passion inzwischen einen Dreijahreszyklus. Am Karfreitag ist es wieder soweit. Die Ausführenden sind dann unter Heinrichs Leitung: die Vokalsolisten Lisa Rothländer (Sopran), Anna Retczak (Alt), Sören Richter (Tenor; Evangelist), Benjamin von Reiche (Tenor-Arien), Rich Cho (Bass; Christus) und Xiao-Feng Cai (Bass-Arien). Hinzu kommen der Hersfelder Festspielchor und die Virtuosi Brunenses. Nach dem ersten Teil gibt es eine etwa 15-minütige Pause. Beginn ist am Freitag, 29. März, um 18 Uhr in der Stadthalle, der Eintritt kostet 15 bis 25 Euro.

Die Matthäus-Passion gehört zum unverzichtbaren Bildungsgut christlich-abendländischer Kultur, heißt es in der Ankündigung. Sie thematisiert in weit ausgreifender musikalischer Dimension das Zentrum der christlichen Heilsgeschichte, nämlich Jesu Leiden und Sterben vor 2000 Jahren.

Chormusik zur Passion

Eingeleitet werden die Bachtage am Gründonnerstag mit Chormusik zur Passion, vornehmlich aus dem reichen Schatz der Ostkirche. Über den Kiewer Knabenchor „Dzvinochok“ (Glöckchen), der 2012 in Bad Hersfeld fulminant debütierte, stand damals zu lesen: „Die Sänger gaben ihrer religiösen Verkündigung wie ihrer musikalischen Freiheit stets wachsenden, beinahe inbrünstigen Nachdruck.“ Das Konzert unter der Leitung von Ruben Tolmachov am Donnerstag, 28. März, findet ab 18 Uhr in der Neuapostolischen Kirche, Simon-Haune-Straße statt. Eintritt: 15 Euro.

Am Karsamstag, 30. März, kommen bei den 40. Bachtagen in Bad Hersfeld, veranstaltet vom Arbeitskreis für Musik, im Bach-Haus an der Nachtigallenstraße die „stillen“ Instrumente Cembalo und Viola da gamba zum solistischen Einsatz. Um 16 Uhr spielt der Cembalist, Musikwissenschaftler und evangelische Pfarrer Dr. Christoph Bergner Bachs Englische Suiten Nr. 2 a-Moll, Nr. 4 F-Dur und Nr. 6 d-Moll BWV 807, 809 und 811. „Englisch“ heißt die Sechserreihe, weil Bach sich wohl eine Londoner Suitensammlung zum Vorbild nahm.

Im Abendkonzert um 20 Uhr ist erneut der Gambist Peter Lamprecht zu Gast mit Werken von Bach, August Kühnel und Karl Friedrich Abel. Auch ein Stück von Lamprecht selbst ist dabei.

Zwei Kantaten

Das üppige Programm am Ostersonntag, 31. März, ab 16 Uhr im Bach-Haus, kreist um die beiden Kantaten „Halt im Gedächtnis Jesum Christ“ BWV 67 und „Am Abend aber desselbigen Sabbats“ BWV 42, die Bach für den Sonntag nach Ostern („Quasimodogeniti“) 1724 bzw. 1725 in Leipzig schuf. Beide haben einen hohen und hochkarätigen Anteil an Solo-, Chor- und Instrumentalpartien. Eröffnet wird dieses Konzert mit der bekannten Orchestersuite (Ouvertüre) Nr. 2 h-Moll BWV 1067. Die Mitwirkenden: Lisa Rothländer (Sopran), Inga Jäger (Alt), Stephan Scherpe (Tenor) und Xiao-Feng Cai (Bass), der Kiewer Knabenchor und die Virtuosi Brunenses (auf historischen Instrumenten); Gesamtleitung: Prof. Siegfried Heinrich.

Der Eintritt zu den Konzerten am Samstag kostet zehn Euro, am Sonntag gibt es Karten für zehn bis 20 Euro. Schüler, Studenten, Kurgäste und Konzertabonnenten erhalten bei allen Veranstaltungen Ermäßigung. (nm)

Informationen unter Telefon 06621/ 506713 und 506718, E-Mail: info@opernfestspiele-badhersfeld.de, Internet: www.oper-hersfeld.de.

Kommentare