Neue Verdunkelung erweitert Nutzungsmöglichkeiten – Danke-Konzert am 11. März

Bach-Haus wird Kulturort

Alles in Handarbeit: Friedhelm Fett (stehend) und Waldemar Zimpel installieren im Bach-Haus Blenden für die Verdunkelung. Foto: Schönholtz

Bad Hersfeld. Das Bach-Haus in Bad Hersfeld soll zum Kulturort mit vielfältigem Angebot werden. Das ist das erklärte Ziel des Vereins Musische Bildungsstätte, der die neue Ausrichtung gestern bei einer Pressekonferenz vorstellte.

Die Nutzungsmöglichkeiten des großen Saals mit seinen 200 Zuschauerplätzen werden derzeit durch eine flexible Verdunkelung erweitert. So soll nach den Vorstellungen des Vorsitzenden Friedhelm Fett künftig auch die neu erstandene Lichttechnik zur Geltung kommen. Bisher war man, was den Lichteinfall anging, angesichts der großen Glasflächen von Tages- und Jahreszeit abhängig.

Noch ein Geheimnis

Was im Bach-Haus im Sommer als Ersatz für die zumindest in diesem Jahr nicht mehr stattfindende Oper in der Stiftsruine gespielt und gesungen werden soll, das ist vorläufig noch das Geheimnis des Vereinsvorsitzenden Friedhelm Fett und des musikalischen Leiters, Professor Siegfried Heinrich. Beide verraten bislang nur den Arbeitstitel „Von Bach bis Offenbach“ für Singspiel, Kammeroper und Liederabende.

Konkret sind jedoch schon andere Veranstaltungen: Am Freitag, 11. März findet unter dem Titel „Ein Dank mit neuen Tönen“ ein musikalischer Abend für alle Freunde und Unterstützer statt. Das kurze Theaterstück „Die Sonate“, gespielt von drei Überraschungsgästen (Fett: „Das ist Kopfmusik“), steht auf dem Programm wie auch Ravels „Bolero“, gespielt von Detlef Steffenhagen auf der Orgel. Beginn ist um 19 Uhr, Karten zu 15 beziehungsweise acht Euro ermäßigt gibt es an der Abendkasse.

Am Sonntag, 13. März, um 16 Uhr wird an gleicher Stelle, eine Ausstellung mit Fotos von Friedhelm Fett zur Bauhaus-Architektur eröffnet. Aktuelle Bezüge stellt dabei Architekt Volker Dietz her.

Ein traditioneller Höhepunkt des Veranstaltungsprogramms sind die Bach-Tage Hessen-Thüringen, die ab dem 20. März bereits zum 43. Mal stattfinden. Europäische Passionsmusik alter und neuer Meister mit dem Kiewer Knabenchor, die Markus-Passion von Johann Sebastian Bach (Virtuosi Brunenses, dirigiert von Siegfried Heinrich), dessen Partiten für Cembalo (gespielt von Christoph Bergner) und Bachs Osterkantaten (Kiewer Knabenchor und Virtuosi Brunenses) werden in vier Konzertzyklen an verschiedenen Orten gespielt.

Nähere Informationen: www.opernfestspiele-badhersfeld.de.

Von Karl Schönholtz

Kommentare