Engpass bei Produktion – Ärzte sind bevorratet

Für Babys ist noch genug Impfstoff da

Hersfeld-Rotenburg. Eltern, die ihre Babys impfen lassen wollen, sind zurzeit verunsichert. Der Grund: Wegen der Produktion von Pandemrix, dem Impfstoff gegen die Schweinegrippe, hat der britische Pharmakonzern    GlaxoSmithKline Lieferschwierigkeiten bei Kinderimpfstoffen. Das bestätigt auf Anfrage unserer Zeitung Dr. Anke Helten, PR-Managerin von Glaxo.

Im Dresdener Serumwerk des Konzerns wird seit Herbst 2009 vor allem Pandemrix hergestellt. Daher kam es zum Engpass bei der Produktion des Sechsfach-Impfstoffs Infanrix-hexa – wir berichteten. Mit diesem werden Kleinkinder innerhalb der ersten 14 Lebensmonate insgesamt viermal immunisiert.

„Wir haben zurzeit noch keinen Grund zur Klage, weil wir uns sehr gut bevorratet haben“, sagt Christian Struß, Arzt für Kinder- und Jugendmedizin in Bad Hersfeld. Bisher habe er noch keinen Impftermin verschieben müssen.

Auch wenn es zu Lieferverzögerungen komme, sei dies noch kein Grund zur Besorgnis: „Wir würden dann den Bestand für Erstimpfungen reservieren“, sagt Struß.

„Wiederholungsimpfungen werden wir gegebenenfalls um zwei bis drei Wochen verschieben – aber das wird zu keinen großen Problemen führen“, sagt auch Dr. Josef Sauerbier, Facharzt für Kinder-, Jugend- und Sportmedizin in Bebra. Er verfügt ebenfalls noch über genügend Impfstoff. (jkö/pgo)

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