In den Sommermonaten werden die meisten Kinder geboren

Baby-Boom im Juli auch im Landkreis

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Hersfeld-Rotenburg. Im Juli kommen hessenweit die meisten Babys zur Welt. Und auch der August gehört zu den geburtenstarken Monaten. Das gilt ebenfalls für den Kreis Hersfeld-Rotenburg, wie Matthias Heyer vom Standesamt in Bad Hersfeld und Werner Hampe als Sprecher des Klinikums Bad Hersfeld bestätigen.

In Bad Hersfeld werden alle Geburten, die im Klinikum stattfinden, beurkundet. Die dortige Geburtshilfestation ist die einzig verbliebene im Kreis. 93 Kinder zählte Heyer zwischen dem 1. und 31. Juli dieses Jahres. Zum Vergleich: Im Januar waren es 74. Im Juli und August 2014 waren es mit 170 Babys zwar etwas weniger als in den ersten beiden Monaten des vergangenen Jahres (172), aber von 2011 bis 2013 wurden im Sommer immer deutlich mehr Geburten als zum Jahresanfang gezählt.

Den Baby-Boom im Sommer spürt das Geburts-Team im Klinikum ebenfalls, auch in diesem Jahr. „Im Juli und im August hatten wir schon immer mehr Kinder“, sagt Schwester Silke Kries, Leiterin der Geburtshilfestation. „Jetzt im Juli waren 80 Babys bei uns, sonst sind es 50 bis 60.“

Die Kapazitätsgrenze sei trotzdem noch nicht überschritten. „Es kann schon mal etwas enger werden, aber es geht immer irgendwie“, berichtet Kries.

In ganz Hessen war der Juli rückblickend bis zum Jahr 2000 mit durchschnittlich 4900 Geburten nahezu jedes Jahr der geburtenreichste Monat, teilte das Statistische Landesamt kürzlich mit. Der durchschnittlich geburtenschwächste Monat war hessenweit in den vergangenen 15 Jahren der Februar. Über die Gründe für den Baby-Boom im Sommer lässt sich nur spekulieren. Die Erklärungen reichen von ganz praktischen Gründen des Kinderkriegens im Sommer über eine angeblich höhere Empfängnisbereitschaft der Frau von Oktober bis März bis hin zur Vermutung, dass in der kalten Jahreszeit mehr gekuschelt wird.

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Von Nadine Maaz

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