Amazon-Bericht soll Umgang mit Arbeitern zeigen

Autoren bleiben bei ihrer Darstellung

Hersfeld-Rotenburg. Die Autoren des Filmberichts „Ausgeliefert! Leiharbeiter bei Amazon“ bleiben bei ihrer Darstellung der Geschehnisse in dem 30-minütigen Bericht.

Die Aufregung um den Film könnten sie zwar teilweise verstehen, dem Vorwurf, Dinge falsch dargestellt zu haben, widersprechen Peter Onneken und Diana Löbl hingegen.

So seien sie sehr wohl im Seepark „festgesetzt“ worden, von einem Hausverbot sei weder mündlich noch schriftlich die Rede gewesen, erklärte Onneken. Auch habe sie sich nicht mit falschem Namen im Hotel angemeldet, sondern lediglich mit ihrem halben Doppelnamen, teilte Diana Löbl mit. Darüber hinaus sei der Seepark als Schauplatz auch nicht direkt kritisiert worden. Die im Nachhinein von der Spanierin Silvina Cerrada beanstandete Sofa-Szene sei zwar verkürzt, aber nicht falsch dargestellt worden.

Den Autoren sei es darum gegangen, den Umgang mit den Leiharbeitern insgesamt zu beleuchten, und um die Frage „Wie geht Amazon mit seinen Arbeitskräften um?“.

Kritik üben die Autoren in dem Bericht etwa an der „24-Stunden-Überwachung“ durch die Security, deren Mitarbeiter bei einer Dienstbesprechung sehr wohl Kleidung einer bei Neonazis beliebten Marke getragen hätten. „Das belegen auch unsere Bilder“, so Löbl.

Der Ankündigung der Firma CoCo Job Touristik, juristische Schritte einzuleiten, sieht Löbl gelassen entgegen. (nm)

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