Auftaktveranstaltung der 14. Osthessischen Jugendbuchwoche in der Geistalschule

14 Autoren für 6000 Kinder

In Bewegung brachte Wolfgang Hering seine Schriftstellerkolleginnen und -kollegen (im Vordergrund) sowie die Lehrkräfte der einladenden Schulen, die sich während der osthessischen Jugendbuchwoche über abwechslungsreiche Lesungen freuen konnten und können. Fotos: Zacharias

Hersfeld-Rotenburg. Fliegen klatschen, bequem drauf sitzen, Vasen abstellen, wackelige Schränke abstützen – die Möglichkeiten, Bücher einzusetzen, sind vielfältig. Eine ganze Reihe dieser Möglichkeiten zählte der Jugendbuchautor Wolfgang Hering in einem Lied auf, das er während der Auftaktveranstaltung der 14. Osthessischen Jugendbuchwoche in der Aula der Bad Hersfelder Geistalschule vortrug. Schlaue Leute, daran ließ er keinen Zweifel, wollen natürlich vor allem in Büchern lesen.

Möglichst vielen Kindern und Jugendlichen Lust auf Bücher und aufs Lesen zu machen, das ist eine der Aufgaben der Jugendbuchwoche. 14 Autoren, so viele wie noch nie zuvor, werden an den kommenden Tagen in nahezu 60 Schulen und anderen Einrichtungen zu Gast sein und bei 120 Lesungen etwa 6000 junge Menschen in zwei Landkreisen erreichen.

Dabei sah es lange Zeit gar nicht gut aus für die Osthessische Jugendbuchwoche. Das Kultusministerium hatte angekündigt, die Unterstützung zu kürzen, sodass gerade noch vier Autoren hätten eingeladen werden können, berichtete Carmen Schütrumpf, die die Jugendbuchwoche gemeinsam mit den Vertretern des Friedrich-Bödecker-Kreises Hessen, Bernhard Kramp und Johannes Angert, organisiert hatte. Dagegen hatten jedoch Lehrer und Schüler der beteiligten Schulen so lebhaft und eindrucksvoll protestiert, dass Ministerin Eva Kühne-Hörmann ein Einsehen hatte. Und so trafen sich zwölf der 14 Autorinnen und Autoren mit den Lehrkräften der einladenden Schulen, Eltern und Schülern zum traditionellen Auftakt in der Aula der Geistalschule, um gemeinsam Spaß an Literatur zu haben.

Dabei wurde auch gelesen, auf jiddisch zum Beispiel, von Petra Kunik. Viel mehr aber wurde erzählt, gespielt, gesungen, geklatscht und gelacht – ein lockerer, genussreicher Abend rund ums Thema Lesen und Bücher.

Für lockere Stimmung sorgte zudem die Schulband der Geistalschule unter Leitung von Klaus Schmitt.

Am Mittwochabend war die Autorenriege abends erstmals zu Gast im Interkulturellen Zentrum (IkuZ) zu einem Leseabend.

Von Christine Zacharias

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