Franz Reisinger sammelt Autogramme für die José-Carreras-Leukämie-Stiftung

Her mit den Autogrammen

Leidenschaftlich bei der Sache: Franz Reisinger (67) sammelt zahlreiche Autogramme von Künstlern, um diese zu versteigern und den Erlös zu spenden. Das Bild in seiner Hand zeigt die Schauspielerin und Sängerin Maya Forster, daneben ihr Autogramm. Foto: Schiller

Bad Hersfeld. „Autogramme sammel ich seit Anfang der 70er Jahre“, erzählt Franz Reisinger. Die Idee, diese für einen guten Zweck zu sammeln und zu versteigern, kam ihm während eines Gesprächs mit seiner Tochter. Er wollte zuerst an die Haiti-Hilfe spenden, doch es kam nicht genug Geld zusammen und somit verfehlte die Aktion ihren eigentlichen Zweck.

Anfang des Jahres nahm der 67-Jährige dann zum ersten Mal Kontakt zu der José-Carreras-Leukämie-Stiftung auf. Diese zeigte sich begeistert von Reisingers Idee und organisiert derzeit ein großes Event für nächstes Jahr, um die Autogramme zu versteigern. Der Erlös geht dann komplett an die Leukämie-Stiftung.

Strecken zurücklegen

Viele der Autogramme stammen aus der Zeit, als Franz Reisinger als Kellner in renommierten Restaurants und Hotels gearbeitet hat. Er schreibt an verschiedene Sportvereine und Fernsehsender, sammelt verstärkt bei den Hersfelder Festspielen und bei Veranstaltungen in der Stadthalle; er legt sogar mit dem Auto lange Strecken zurück, um an die Unterschriften von Berühmtheiten zu kommen. „Es macht Spaß zu sammeln und auch längere Wege zurückzulegen, solange es für eine gute Sache ist“, erklärt Franz Reisinger.

Verstärkt gesammelt hat er dieses Jahr während der Festspielzeit. Fast jeden Tag war er im Sommer im Stiftsbezirk, am Eichhof und teilweise sogar in den Garderoben der Schauspieler und Sänger unterwegs. Alle waren bereit zu helfen und gaben Zuspruch für Reisingers Projekt. Der leidenschaftliche Helfer kann unter anderem bereits Autogramme von Willy Brandt, Leonard Bernstein, Mario Adorf und Volker Lechtenbrink vorweisen.

18 Jahre alkoholkrank

Der gebürtige Österreicher machte eine Ausbildung zum Kellner und arbeitete lange Zeit in der gehobenen Gastronomie. Eine Zeit lang war er selbstständig und kam dann nach Bad Hersfeld, um im Romantik-Hotel „Zum Stern“ zu arbeiten. Nachdem er selbst 18 Jahre lang alkoholkrank gewesen war, machte er eine Suchthelferausbildung über die Diakonie in Bad Hersfeld. „Ich bin dankbar, dass es mir so gut geht und ich meine Alkoholkrankheit überstanden habe. Deshalb sammel ich für einen guten Zweck“, erzählt Reisinger.

Nun ruft Franz Reisinger die Hersfelder dazu auf, selbst gesammelte Autogramme für die Versteigerung nächstes Jahr an ihn zu schicken. Wer also noch Autogramme in Schublade oder Schrank liegen hat und diese für einen guten Zweck entbehren kann, wendet sich bitte an Franz Reisinger unter Telefon: 06621/77938 oder 0173/7190932. Der Termin für die Versteigerung wird Ende Dezember bekannt gegeben.

Von Jana Schiller

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