Vor zwei Jahren wurde der neue Kraftstoff eingeführt

Autofahrer im Kreis tanken kaum Biosprit

+
Symbolbild

Hersfeld-Rotenburg. Seit zwei Jahren können Autofahrer E 10 tanken. Unsere Zeitung hat bei Tankstellen und einem Mineralölgroßhandel im Kreis nachgefragt, wie die Alternative zum Super-Benzin angenommen wird.

Zehn bis 20 Prozent des Umsatzes an Benzinprodukten, darunter fallen Super, Super Plus und E 10, entfallen bei den von der Mineralölgroßhandlung Kurt Günther in Rotenburg belieferten Tankstellen auf den neuen Kraftstoff, sagt Uwe Wenzel, Mitarbeiter der Großhandlung. Obwohl E 10 günstiger ist, sei die Nachfrage sehr verhalten. Diese Einschätzung teilt auch Birgit Weiße von der DB-Tankstelle in Schenklengsfeld. „So gut wie Super läuft E 10 noch lange nicht“, sagt sie. Die Tankstelle hat E 10 gleich eingeführt, als der neue Kraftstoff nach Hessen kam.

Kein durchschlagender Erfolg

Eine bessere Bilanz zieht der Star-Tankstellen-Betreiber Michael Brandau aus Ronshausen. „E 10 läuft besser als nach der Einführung vor zwei Jahren“, sagt er. Seine Kunden hätten den Kraftstoff getestet und akzeptiert, da sie keine negativen Auswirkungen feststellen konnten. „E 10 ist auf dem Markt angekommen, aber kein durchschlagender Erfolg.“

Nach der Einführung musste er viele seiner Kunden beraten, da sie unsicher waren, ob ihr Auto den neuen Kraftstoff verträgt.

Bei der Total-Tankstelle an der Carl-Benz-Straße in Bad Hersfeld hat E 10 nur einen Marktanteil von 20 Prozent. „Es wird schlecht angenommen“, sagt Tankstellenbetreiber Erwin Klingspon.

90 Prozent der Autofahrer, die E  10 tanken könnten, täten es nicht, sagt ein Tankstellenbetreiber aus dem Kreis, der nicht namentlich genannt werden möchte. Das liege vor allem daran, dass die Kunden verunsichert seien, sagt er. Bei der Einführung haben man schließlich wenig Positives über den Kraftstoff gehört. Hintergrund, Zum Tage, Seite 2

Von Lara Sasse

Kommentare