Konrad-Zuse-Bahnhof ist der kundenfreundlichste Kleinstadtbahnhof in Deutschland

Auszeichnung für Hünfelds Bahnhof

+
Im Zeichen von Zuse: Der Bahnhof von Hünfeld, der nach dem Computer-Pionier benannt wurde, ist der schönste Kleinstadtbahnhof in Deutschland. Die Auszeichnung verlieh die „Allianz pro Schiene“. Foto: Archiv

Hünfeld. Der Konrad-Zuse-Bahnhof in Hünfeld ist zum „Bahnhof des Jahres“ gewählt worden. Die Auszeichnung wurde am Dienstag von der „Allianz pro Schiene“ in Berlin vergeben. Hünfeld siegte in der Kategorie Kleinstadtbahnhof. Dresden siegte als Großstadtbahnhof.

Das Schienenbündnis zeichnete bereits zum elften Mal die kundenfreundlichsten Bahnhöfe Deutschlands aus. Eine Jury bestehend aus Vertretern des Fahrgastverbandes Pro Bahn, des Deutschen Bahnkunden-Verbands, dem Verkehrsclub Deutschland, dem Autoclub Europa, dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club ADFC und der Allianz pro Schiene fällte ihr Urteil nach Testreisen quer durch Deutschland.

Dabei achteten sie auf Sauberkeit, Integration und Anbindung in und an das Stadtgefüge, gute Kundeninformation, weitere Verkehrsanbindungen sowie den „eher subjektiven Wohlfühlcharakter“. Den Hünfelder Bahnhof nannte die Jury einen „ländlichen Bahnhof im allerbesten Sinne“, wo man sich vorbildlich um seine Gäste kümmere.

Bahnhof im Grünen

Der Bahnhof Hünfeld überzeugte zudem als „ein ländliches Idyll mit Gesamtkonzept“. Die Jury lobte neben dem schönen klassizistischen Empfangsgebäude, den gepflegten Vorplatz, die Sauberkeit und Lage. Er liege idyllisch im Grünen. Gleich hinter den Gleisen beginnen Wiesen und Felder des Biosphärenreservats Rhön.

Bürgermeister Stefan Schwenk (CDU) sagte dem Radiosender FFH: „Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung. Der Bahnhof ist top geworden und unser neues Tor zur Stadt.“ Die Jury lobte besonders die gute Beschilderung am Bahnhof. Dezente Tafeln wiesen zum Stadtzentrum, zu Sehenswürdigkeiten oder Wanderwegen. Der Bahnhof habe ein rundum durchdachtes Gesamtkonzept.

Eindruck hinterließ neben dem renovierten Bahnhofsgebäude auch der barrierefreie Zugang und die Konrad-Zuse-Galerie in der Unterführung. So erfahre der Reisende praktisch im Vorbeigehen etwas über den weltbekannten Computer-Pionier aus Hünfeld.

Das klassizistische Bahnhofsgebäude wurde 1866 eröffnet. 2012 begannen Umbau- und Renovierungsarbeiten für mehr als 15 Millionen Euro. Im März wurde der Konrad-Zuse-Bahnhof eingeweiht. 2100 Reisende und Besucher sowie 50 Züge frequentieren den Bahnhof pro Tag, wie die Allianz pro Schiene auflistete.

Der Bahnhof hat eine Fläche von 40 000 Quadratmeter. Neben einem Reisebüro gibt es dort auch eine Kunstgalerie und einen zum Veranstaltungszentrum ausgebauten Lokschuppen. (FFH, AFP, kai)

Kommentare