Neuer Schwung für „Bad Hersfeld liest ein Buch“

Auswahl wieder als Teil der Aktion

Bad Hersfeld. Im nächsten Jahr feiert die literarische Gemeinschaftsaktion „Bad Hersfeld liest ein Buch“ bereits ihr zehnjähriges Bestehen. Was 2002 mit Bernhard Schlinks Roman „Der Vorleser“ begann, soll zum runden Geburtstag mit neuem Schwung neues Interesse wecken.

Das war Konsens im Kulturausschuss der Stadtverordnetenversammlung, nachdem der für die Aktion zuständige städtische Mitarbeiter, Bibliothekschef Frank Effenberger, über das diesjährige Programm berichtet hatte.

Das dreht sich um „Angerichtet“, den preisgekrönten sozialkritischen Roman des Niederländers Herman Koch. Öffentliche Lesungen in der Hoehlschen Buchhandlung, in der Konrad-Duden-Stadtbibliothek und im Mehrgenerationenhaus Dippelmühle sowie Schulprojekte sind für die Woche vom 13. bis zum 20. November geplant. Höhepunkt wird der Auftritt des Autoren selbst am 18.November in der Stadthalle sein.

Für nächstes Jahr gibt es mit dem Roman „Die Frau, für die ich den Computer erfand“ von F.C. Delius zwar bereits einen Favoriten – Delius ist in der Gegend aufgewachsen, die Geschichte dreht sich um Konrad Zuse –, doch entschieden ist noch nichts.

Die Auswahl des Buches soll nach dem Willen des Ausschusses wieder Teil der Aktion werden. So denkt man darüber nach, per Internet Vorschläge aus der Bevölkerung einzuholen und diese dann durch ein fachkundiges Gremium sichten zu lassen. Über dessen Empfehlung soll dann der Magistrat entscheiden.

Bei Wikipedia nicht erwähnt

Im Übrigen mokierte sich Ausschussvorsitzender Dr. Thomas Handke (SPD) darüber, dass die Online-Enzyklopädie wikipedia beim Eintrag über „Eine Stadt liest...“ Bad Hersfeld und damit die deutsche Keimzelle der Aktion ignoriert. Tatsächlich hatte Bad Hersfeld mit dem entsprechenden Beschluss der Stadtverordnetenversammlung seinerzeit die Nase vorn, ehe auch in Potsdam 2002 gemeinschaftlich ein Buch gelesen wurde. (ks)

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