Elena Graf ist Solistin bei Orchester-Matinee

Ausnahmegeigerin spielt in der Ruine

Bad Hersfeld. Die Reihe der Festspielkonzerte endet am kommenden Wochenende mit einem Konzert für Orgel und Sopran und einem großen Matineekonzert am Sonntagmittag.

Am Samstag, 18. August, ab 16 Uhr spielen und singen im Johann Sebastian Bach-Haus der in Hersfeld bereits bekannte und beliebte Konzertorganist Jens Amend und die ukrainischen Sängerin Maryna Zubko, die in der Stiftsruine in der Oper Rigoletto zur Zeit auch als Dienerin Giovanna auf der Bühne steht.

Zu hören gibt es unter anderem die Arie „Mein gläubiges Herze, frohlocke, sing, scherze“ aus der Pfingstkantate BWV 68 von Johann Sebastian Bach. Außerdem die Sopranarie „Et incarnatus est“ aus der großen Messe in c-Moll von Wolfgang Amadeus Mozart, die er für seine Frau Constanze geschrieben hat sowie Werke von Felix Mendelssohn-Bartholdy.

Hohe Anforderungen

In der Orchester-Matinee am Sonntag, 19. August, ab 11.30 Uhr in der Stiftsruine ist das einzige von Johannes Brahms komponierte Konzert für Violine und Orchester in D-Dur op. 77 mit der jungen Frankfurter Ausnahmegeigerin Elena Graf zu hören. Es gilt als eines der wichtigsten Konzerte im Repertoire eines Geigers, denn es stellt hohe technische Anforderungen.

Elena Graf aus Frankfurt erhielt bereits im Alter von drei Jahren ihren ersten Geigenunterricht. Schon mit zwölf Jahren studierte sie an der Hochschule für Musik in Freiburg. Inzwischen ist die junge Künstlerin Konzertmeisterin der Jungen Deutschen Philharmonie, des Internationalen Mahler Orchesters und spielt als Aushilfe auch bei den Berliner Philharmonikern. Elena Graf ist Preisträgerin vieler nationaler und internationaler Wettbewerbe. Seit 2005 spielt sie auf einer Violine von Giambattista Rogeri aus dem 17. Jahrhundert, einer Leihgabe der Bundesrepublik Deutschland.

Der Hersfelder Festspielchor wird zuvor aus der Messe in G-Dur von Carl Maria von Weber Kyrie, Gloria und Agnus Dei darbieten, der sogenannten Jubelmesse, weil sie zur Feier des 50-jährigen Jubel-Hochzeitsfestes des Königs Friedrich August I. von Sachsen und dessen Gemahlin Maria Amalia Augusta entstand.

Des Weiteren erklingt die Haffner-Sinfonie von Wolfgang Amadeus Mozart, die er in jungen Jahren kurz vor der eigenen Hochzeit mit Constanze als Auftragswerk komponierte.

Das Orchester Virtuosi Brunensis ist seit Jahren anerkanntes und beliebtes Opernorchester bei den Bad Hersfelder Opernfestspielen. Der Leiter Karel Mitá, Konzertmeister der Janácek-Oper des Nationaltheaters Brünn, gründete es mit Solisten erstrangiger Orchester der Tschechischen Republik. (red/zac)

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