Ausländerbeirat: Fingerabdrücke diskriminierend

Bad Hersfeld. Der Bad Hersfelder Ausländerbeirat hat in einer Pressemitteilung die neueste Praxis der Ausländerbehörden kritisiert, ausländischen Kindern ab dem 6. Lebensjahr Fingerabdrücke für die den elektronischen Aufenthaltstitel (Pass-Ersatz) abzunehmen.

Damit würden Migrantenkinder vorbeugend als potenzielle Täter im System gespeichert, stellt der Ausländerbeirat fest. Deutsche Kinder müssten keine Fingerabdrücke abgeben.

Der Ausländerbeirat weist darauf hin, dass es Vorläufer dieser Erfassungsart gebe. Denn bereits 1927 habe das bayrische Innenministerium in einem Runderlass angeordnet, dass von allen Sinti und Roma, die über sechs Jahre alt waren Fingerabdrücke genommen wurden. Dies sei die Grundlage für die spätere Zigeunerkartei des Nazis gewesen. (red)

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