Alexandra Pudwil organisiert Spendenaktionen für die „Tour der Hoffnung“

Mit Ausdauer zum Erfolg

Stemmt zahlreiche Spendenaktionen neben Beruf und Familie: Alexandra Pudwil engagiert sich für die „Tour der Hoffnung“. Foto: Maaz

Bad Hersfeld. Als Alexandra Pudwil im vergangenen Sommer für einen Tag bei der „Tour der Hoffnung“ mitfuhr, stand für die Ausdauersportlerin das Radfahren im Vordergrund. Auf den 108 Kilometern von Fulda bis Melsungen war sie von den vielen neuen Bekanntschaften und den bewegenden Geschichten, die sie unterwegs zu hören bekam, jedoch so ergriffen, dass sie selbst etwas tun wollte.

Seit vielen Jahren werden bei der mehrtägigen Radtour, die 2013 unter anderem durch Hersfeld-Rotenburg führte und die seit jeher von Prominenten unterstützt wird, Spenden für krebs- und leukämiekranke Kinder gesammelt. Auch in Bad Hersfeld machte der Trupp für den guten Zweck 2013 Halt, doch die Höhe der auf dem Linggplatz überreichten lokalen Spende fiel vergleichsweise gering aus. „Ich habe mir gedacht, das geht doch besser“, erklärt Pudwil, die im SC Neuenstein aktiv ist und auch schon eine Alpentour mit dem Rad hinter sich hat.

Fortan organisierte die 47-Jährige neben ihrem Job im „wortreich“ Spendenaktionen mit Kuchenverkauf, sie verteilte Spendendosen, sprach potentielle Unterstützer und Sponsoren an und rührte die Werbetrommel. Auch Freunde und Bekannte „müssen“ mit ran. Bei ihren Bemühungen muss die Freizeitsportlerin aber natürlich auch Enttäuschungen einstecken. „Es gibt Höhen und Tiefen und in der heißen Phase, wie jetzt, stehe ich ständig unter Strom“, berichtet Pudwil, die ihr Engagement trotzdem nicht zurückschrauben will; im Gegenteil. „Man merkt, dass Alexandra Ausdauersportlerin ist“, sagt ihre Freundin Yvonne Spyt schmunzelnd.

Dass sich Pudwil für von Krebs Betroffene und die Krebsforschung einsetzt, hat aber auch einen ganz persönlichen Hintergrund: 2001 erkrankte die Mutter von zwei Kindern selbst an Krebs.

Mit ihrem Engagement hat sie inzwischen auch andere angesteckt. So sollen erstmals beim Stadtradeln Kilometer für die „Tour der Hoffnung“ gesammelt werden. Dafür hat Pudwil extra ein Promi-Team organisiert, in dem unter anderem Schauspieler Julian Weigend aktiv werden will. „Jeder gefahrene Kilometer wird verkauft, beteiligen können sich sowohl private Spender als auch Firmen“, erklärt Pudwil, die auf möglichst viele Unterstützer hofft.

Bislang sind bei allen Aktionen und auf dem Spendenkonto fast 5000 Euro zusammengekommen. Damit ist Pudwil zwar zufrieden, noch lieber würde sie bei der diesjährigen Tour jedoch einen fünfstelligen Betrag aus Bad Hersfeld übergeben. Die „Tour der Hoffnung 2014“ führt vom 6. bis 10. August durch Sachsen – und Alexandra Pudwil ist eingeladen, die komplette Fahrt mitzumachen. Hintergrund

Von Nadine Maaz

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