Handwerksbetriebe aus der Region bilden sie aus

Ausbildungsstart für drei Afrikaner

Die drei Flüchtlinge aus Eritrea und Somalia beim Fototermin mit Staatsminister Roth. Schon bald startet für die Drei die Berufsausbildung. Foto: Reymond

Bad Hersfeld. Das Projekt Flüchtlinge und Asylbewerber im Bauhandwerk der Kreishandwerkerschaft Hersfeld-Rotenburg geht in eine weitere Runde. Nachdem jetzt ein siebenmonatiges Praktikumsprojekt der Handwerkerschaft ausgelaufen war, beginnt für drei Absolventen das Ausbildungsleben.

Die beiden Baufirmen Fritz Franke aus Morschen und Wagner aus Kathus sowie das Maler- und Putzunternehmen Richardt aus Bebra haben jeweils einen der Flüchtlinge aus Eritrea und Somalia eingestellt.

Kreishandwerksmeister Klaus Stöcker weist darauf hin, dass dabei keiner der drei angehenden Lehrlinge irgendeinem jugendlichen Bewerber aus der Region eine Lehrstelle streitig gemacht habe. „Wir hätten gerne vier Auszubildende eingestellt. Doch nach der Probearbeit sind uns alle Bewerber recht schnell wieder abgesprungen“, erklärt Manuela Hollstein aus der Personalabteilung der Firma Franke.

Gut vorbereitet sieht Stöcker die drei angehenden Auszubildenden, die sich während des Crash-Kurses auf der Bebraer Lehrbaustelle der Handwerkerschaft sehr wissbegierig gezeigt hätten. Dabei bekamen sie nicht nur die ersten handwerklichen Grundkenntnisse beigebracht, sondern besuchten auch Sprachkurse.

Michael Roth, der gestern der Kreishandwerkerschaft einen Kurzbesuch abstattete, suchte kurz den Kontakt zu den drei angehenden Bau-Azubis und wechselte ein paar Worte mit ihnen. Den anwesenden Vertretern der drei Ausbildungsfirmen dankte der Staatsminister per Handschlag für ihr Engagement.

Von Mario Reymond

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