Amtsgericht Bad Hersfeld bekommt im Dachgeschoss 16 neue Büroräume

Ausbau für zwei Millionen

Über modernen Wärmeschutz im Amtsgericht freuen sich (von links) Direktor Hermann Eimer, Architekt Norbert J. Klos, Manfred Heinrich vom Hessischen Immobilienmanagement und Geschäftsleiter Stefan Schreiber. Foto: Schönholtz

Bad Hersfeld. Mit Kosten von etwa zwei Millionen Euro wird derzeit das Dachgeschoss des Amtsgerichts in Bad Hersfeld ausgebaut. Auf 675 Quadratmetern Nutzfläche entstehen hier 16 neue Büroräume. Im Zuge des Ausbaus werden auch der Brandschutz und die Wärmedämmung des gesamten Gebäudes auf den aktuellen Stand gebracht. Bis zum dritten Quartal dieses Jahres sollen die im September begonnenen Arbeiten abgeschlossen sein.

Das Dachgeschoss war zwar schon beim Neubau des Amtsgerichts 1991 als Reservefläche vorgesehen, stand jedoch bis jetzt leer. Ursprünglich hatte man beim Ausbau mit wesentlich geringeren Kosten gerechnet. Es stellte sich jedoch heraus, dass die Standards für Dämmmaterial und Fenster in den 19 Jahren seit der Fertigstellung der Hülle gestiegen sind. Auch den Anforderungen des Brandschutzes genügte das Gebäude mittlerweile nicht mehr, so dass beispielsweise auch zwei Brandgasventilatoren installiert werden.

Mehr Aufgaben

Hintergrund des zusätzlichen Platzbedarfs sind die gewachsenen Aufgaben des Amtsgerichts. Insolvenzabteilung, das Registergericht und die Zuständigkeit für die Schöffensachen des Kreisteils Rotenburg sind zwischenzeitlich hinzugekommen.

Außerdem gibt es heute deutlich mehr Teilzeitstellen, Auszubildende und Jobsharing-Modelle als Anfang der 90er Jahre. Dezeit sind beim Amtsgericht neun Richter, 60 Beamte und Angestellte sowie 13 junge Menschen in der Ausbildung beschäftigt. Auch die Einführung von Serviceeinheiten hat zu zusätzlichem Raumbedarf geführt.

In einen separaten Teil des Dachgeschosses wird die bisher in angemieteten Räumen untergebrachte Bewährungshilfe einziehen. Kommentar

Von Karl Schönholtz

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