14 Stationen von den geplanten 21 sind laut Landrat am Netz – 2500 Betroffene müssen geschult werden

Ausbau des Digitalfunks im Kreis geht voran

Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt und der stellvertretende Kreisbrandinspektor Martin Orf mit den neuen digitalen Sprechfunkgeräten der Feuerwehren. Foto: nh

Hersfeld-Rotenburg. Der Ausbau des Digitalfunks für den Rettungsdienst, den Brandschutz, die Allgemeine Hilfe und den Katastrophenschutz im Landkreis Hersfeld-Rotenburg kommt laut Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt gut voran. Von den im Endausbau vorgesehenen 21 Digitalfunk-Basisstationen seien derzeit bereits 14 am Netz. Sechs der noch fehlenden sieben Basisstationen sollen im Herbst 2014 aufgeschaltet werden. „Der digitale Funk kommt schrittweise und wird in überschaubarer Frist den alten analogen Funk vollständig ersetzen“, erklärte der Landrat.

Die Einführung des Digitalfunks für alle Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) im Landkreis Hersfeld-Rotenburg ist nach Darstellung von Dr. Schmidt eingebettet in die parallele Einführung des neuen Standards. Zum ersten Mal werde ein bundesweit einheitliches Funknetz für Rettungs- und Sicherheitskräfte flächendeckend zur Verfügung stehen und die bestehenden, kleinteiligen Analogfunknetze ablösen. Wesentliche Vorteile des Digitalfunks seien zum Beispiel die verlässliche Verfügbarkeit, die Abhörsicherheit, eine verbesserte Sprachqualität sowie zahlreiche Zusatzdienste, wie die GPS-basierte Fahrzeug- und Personenortung. Aktuell erfolgt nach Darstellung von Landrat Dr. Schmidt bei allen Kommunen und Hilfsorganisationen im Landkreis der Einbau der digitalen Funkgeräte, oder er steht kurz bevor.

In Philippsthal, Nentershausen, Ronshausen und Bebra sei die Umrüstung bereits abgeschlossen. Bisher wurden durch den Fachdienst Brandschutz 1000 Sicherheitskarten in Form von verschlüsselten SIM-Karten zum Betrieb der Funkgeräte ausgegeben.

Bei der Zentralen Leitstelle im Landratsamt in Bad Hersfeld verzögert sich die Umstellung wegen der Klage eines unterlegenen Bieters wie bei den Leitstellen in Hessen insgesamt. Bislang sei nur eine provisorische Ausstattung mit Digitalfunk zu Testzwecken erfolgt. Der Regelbetrieb findet weiterhin im Analogfunk statt. „Da sind wir leider gezwungen, abzuwarten, bis die Klage entschieden ist“, so Dr. Schmidt.

Um die neue Technik auch perfekt einsetzen zu können, sind Schulungen für alle Nutzer notwendig. Rund 2500 Sprechfunker müssen diese Schulungen durchlaufen; 900 haben bereits teilgenommen.

Der Landrat kündigte an, dass ab Januar 2015 ein Testbetrieb zusammen mit den anderen nordhessischen Landkreises geplant sei, um die Versorgungsgüte zu erproben, unterversorgte Bereiche zu ermitteln und „Funklöcher“ zu beseitigen. (red/nm)

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