Neujahrskonzert von HZ und Chorverein in der Stadthalle

Zum Auftakt in die Puszta

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Operetten im Zeichen des HZ-Jubiläums: Das Johann-Strauß-Orchester Frankfurt unter Leitung von Helgo Hahn musizierte gemeinsam mit den Solisten Elsbeth Reuter und Michael Suttner in der Bad Hersfelder Stadthalle.  

Bad Hersfeld. Es war ein feuriger Ritt durch die ungarische Steppe und zugleich ein fulminanter Auftakt zum Jubiläum der Hersfelder Zeitung, die in diesem Jahr mit zahlreichen Veranstaltungen ihren 250. Geburtstag feiert.

Den Anfang machte das gemeinsame Neujahrskonzert mit dem Hersfelder Chorverein in der Stadthalle. „Pusztazauber“ hatten die Organisatoren in diesem Jahr als Motto für die traditionelle Operettengala gewählt. Passend dazu erklang ein bunter österreichisch-ungarischer Melodienstrauß, Heißblut und Zigeuner-Romantik inklusive.

Garant für musikalischen Hochgenuss war das Johann-Strauß-Orchester Frankfurt. Als Begleitung der Solisten oder bei reinen Orchesterwerken – unter der bewährten Leitung von Helgo Hahn – bewiesen die Musiker stets Spielgenauigkeit und große Bandbreite. Ob majestätisch erhaben in der Overtüre aus Emmerich Kàlmàns Gräfin Mariza, romantisch verträumt in Nico Dostals „Märchentraum der Liebe“ oder feurig in Frank Raymonds fast schon zum Gassenhauer gewordenen „Die Julischka aus Budapest“ – die Musiker formten stets eine beeindruckende Klangkulisse. Und lieferten zugleich die perfekte Untermalung für die beiden Gesangssolisten.

Mit kraftvoller Intonation und spitzbübischer Mimik sang sich Michael Suttner in die Herzen des Publikums. Ausdrucksstark und mit beachtlichem Vermögen in den hohen Oktaven präsentierte sich auch Koloratursopran Elsbeth Reuter.

Dieses Geamtpaket kam beim Publikum gut an. Mit Johannes Brahms’ Ungarischem Tanz, dem Inbegriff der Pusztamusik, leitete das Orchester in die Pause über.

Melodien aus dem Zigeunerbaron von Johann Strauß und Emmerich Kàlmàns Csàdafürstin bestimmten den zweiten Programmteil. Der Einladung des Dirigenten, beim Walzer „Dorfkinder“ einen Tanz zu wagen, kam das Publikum jedoch nicht nach. Dafür hätte wohl auch der Platz nicht ausgereicht: Die Stadthalle war ausverkauft und bis auf den letzten Platz besetzt.

Als mit dem Radetzkymarsch die letzte Zugabe verklungen war, spendete das Publikum noch einmal donnernden Applaus. Eloquent und mit einer gehörigen Portion Charme führte der aus dem Hessischen Rundfunk bekannte Moderator Dieter Voss durch das Programm. Er erinnerte auch an den kürzlich verstorbenen Elmar Gunsch, der als langjähriger Moderator mit der Operettengala und dem Chorverein eng verbunden war.

Jubiläumsprogramm

Mit HZ-Geschäftsführer Markus Pfromm plauderte Voss über die Geschichte der Hersfelder Zeitung, die Nähe zum Leser und die weiteren Jubiläumsveranstaltungen, auf die sich die Region freuen darf: Das Sparkassenforum mit Uli Hoeneß am 8. Februar etwa, oder den Lollsball, den die HZ gemeinsam mit dem Tanzsportclub Rot-Weiß ausrichten wird. (jce)

Fotostrecke: Operettengala in der Stadthalle

Operettengala in der Stadthalle Bad Hersfeld

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