Mit einem Info-Tag stellte die Musikschule des Landkreises ihre Angebote vor

Auch die Tuba faszinierte

Geschickt: „Da bin ich platt“, staunte Musikschullehrer Heinz Bößenroth, als der vierjährige Aiden Willing Töne aus der Tuba bekam. Foto: Hettenhausen

Bad Hersfeld. Rund um das Gelände der Konrad-Duden-Schule war ein Schwall an Tönen und Instrumenten zu hören. Die Musikschule des Landkreises hatte zu einem Info-Tag eingeladen. In deren Unterrichtsräumen konnten die Besucher auf Entdeckertour durch die Welt der Instrumente gehen.

Am besten gelingt dies, wenn man die Instrumente ausprobiert und den Lehrern jede Menge Fragen stellt. Dazu gab es ausreichend Gelegenheit. Die Türen von zwölf Räumen und die der Aula standen offen, um möglichst viel von drinnen nach draußen schallen zu lassen. Einige „erfahrene“ Musikschüler spielten vor, um Interesse zu wecken.

Zum Beispiel beeindruckte der 13-jährige Leon Schindler auf seiner Trompete so sehr, dass der zwei Jahre jüngere Maximilian Jakimow danach mutig die Posaune in die Hände nahm. „Die Lippen müssen schwingen, damit ein Ton rauskommt“, erklärte ihm der Lehrer Andreas Rusch. Maximilian probierte dies noch kräftig aus.

Einige Türen weiter strahlten die Augen der 10-jährigen Leonie Pladdies, als Tatiana Bauer ihr vorführte, wie viele Rhythmen auf einem Keyboard einzustellen sind. Der Jazz gefiel ihr besonders gut. Mit „Geh, du alter Esel“ merke man sich gut die Saiten eines Kontrabasses, erfuhren die Besucher von Heinz Bößenroth. Seine Tuba faszinierte den vier Jahre alten Aiden Willing. „Du musst quasi das Kügelchen, das du vom Kuchenessen noch im Mund hast, ausspucken, wenn du an das Mundstück rangehst“, sagte ihm der Musiklehrer.

Diese Kunst beherrschte der potentielle Musikernachwuchs im Handumdrehen, sodass Bößenroth lachte: „Er ist zu mehr berufen.“ Vierzehn Lehrer standen an dem Vormittag zweieinhalb Stunden zur Verfügung, um viele Fragen zu beantworten und auch Wünsche und Anregungen entgegenzunehmen. Das Angebot wurde von zahlreichen Besuchern genutzt.

Von Vera Hettenhausen

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