Vertragsabschluss zwischen Sumperker Gymnasium und Gesamtschule Geistal soll Kontakte vertiefen

Auch schulisch Partner mit Brief und Siegel

Auf die Schulpartnerschaft: Direktor Milan Macacek und Bürgermeister Zdenek Broz aus Sumperk, Alt-Stadtrat Karl-Ernst Wiechers, Bürgermeister Thomas Fehling, Stadtverordnetenvorsteher Prof. Lothar Seitz, Erster Stadtrat Dr. Rolf Göbel, Helena Zachova, Direktor Ulrich Eckhardt (Gesamtschule Geistal) und Birgit Schmitt (von links). Foto: Apel

Bad Hersfeld. Bürgermeister Thomas Fehling sprach von einem „Meilenstein“, als sich die Direktoren des Gymnasiums der Stadt Sumperk (Mährisch-Schönberg) und der Gesamtschule Geistal, Milan Macacek und Ulrich Eckhardt, sowie die Bürgermeister der beiden Städte am Samstagnachmittag im historischen Sitzungssaal des Rathauses anschickten, mit der Unterzeichnung einer weiteren Partnerschaftsvereinbarung ein neues Kapitel der Zusammenarbeit aufzuschlagen.

Völkerverständigung

Mit Unterstützung der Kommunen wollen beide Schulen ihre seit einem Jahr bestehenden Kontakte vertiefen, pflegen und auch auf der Ebene der Schulgemeinden einen Beitrag zur Völkerverständigung leisten.

„Wir setzen unsere Namen unter diese Urkunde, weil wir die Partnerschaft unter die Jugend bringen wollen!“, betonte Bürgermeister Zdenek Broz, der gerade mit einer kleinen Delegation in der Lullusstadt weilt. Er äußerte den Wunsch, dass viele neue Freundschaften entstehen und dass irgendwann einmal alles ganz von allein funktioniert.

Fördert Deutschunterricht

Ähnlich sah es Milan Macacek, der Direktor des Sumperker Gymnasiums, an dem 59 Lehrer 620 Schüler unterrichten. Er ist überzeugt davon, dass durch die Partnerschaft Deutsch als Fremdsprache an seiner Schule noch populärer wird und dass das immer noch an Kinderkrankheiten leidende Europa noch besser zusammenwächst.

Ulrich Eckhardt hob anlässlich der „Taufe des jüngsten Kindes“ der 1994 offiziell besiegelten Städtepartnerschaft die herausragende Rolle von Alt-Stadtrat Karl-Ernst Wiechers hervor, der quasi als „Hebamme“ gewirkt und Vieles auf den Weg gebracht habe. Von Anfang an seien aber auch die Geistalschüler von Sumperk und von der herzlichen Aufnahme in der tschechischen Stadt begeistert gewesen. Darauf gelte es aufzubauen, denn Freundschaft lebe nur dann, wenn man sich begegne und austausche: „Nur von Angesicht zu Angesicht können Vorurteile abgebaut und Horizonte erweitert werden.“

Wenige Schüler

Im Anschluss an die Unterzeichnung der Partnerschaftsvereinbarung, die von Sophie Reuber und Holger Reuning von der GSG-Schulband musikalisch umrahmt wurde, tauschten die Delegationen kleine Erinnerungsgeschenke aus. Und auf eine gute Zukunft angestoßen wurde natürlich auch.

Der einzige Wermutstropfen war, dass nur wenige Schüler an der Zeremonie teilnahmen. Aber das war offensichtlich dem Beginn der Ferien geschuldet.

Von Wilfried Apel

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